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14:03 Uhr, 16.03.2026

Shell erwartet über Jahrzehnte kräftiges Wachstum der LNG-Nachfrage

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Von Giulia Petroni

DOW JONES--Shell erwartet in den kommenden Jahren ein robustes Wachstum der Nachfrage nach Flüssigerdgas (LNG). Der britische Ölkonzern geht davon aus, dass LNG mehr als die Hälfte des weltweiten Wachstums der Erdgasnachfrage ausmachen wird.

Die weltweite Nachfrage nach LNG wird Schätzungen zufolge bis 2040 um 54 bis 68 Prozent und bis 2050 um 45 bis 85 Prozent von 422 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2025 wachsen, was größtenteils durch die asiatischen Märkte angetrieben werden dürfte.

Derzeit werden die LNG-Lieferungen durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur gestört. Zudem steht der Verkehr durch die Straße von Hormus - eine der weltweit wichtigsten Routen für die Öl- und LNG-Schifffahrt - faktisch stil.

"Während der Konflikt zu einem hohen Maß an Preisvolatilität geführt hat, hat Shell weiterhin langfristig einen positiven Ausblick für LNG", teilte der weltgrößte LNG-Händler am Montag mit. Der Konzern hat aber nach eigenen Angaben einen Teil seines Ausblicks aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage nicht veröffentlicht.

Shell erwartet, dass asiatische Länder - auf die rund 65 Prozent der gesamten LNG-Nachfrage entfallen - auf den Brennstoff angewiesen sein werden, um den steigenden Energiebedarf zu decken, während die europäischen Nationen weiterhin auf LNG setzen werden, um die heimische Gasversorgung zu stärken.

"Die Bereitstellung von LNG wird der größte Beitrag sein, den Shell im nächsten Jahrzehnt zur Energiewende leisten wird", so der Konzern.

Die LNG-Industrie tritt in das ein, was Shell als einen neuen Investitions-"Superzyklus" beschreibt, wobei erwartet wird, dass Großprojekte in den USA und in Katar ab diesem Jahr erhebliche Volumina hinzufügen werden. Die Branche geht davon aus, dass der Markt bis 2030 um fast 40 Prozent wachsen könnte, was möglicherweise eine Phase des Überangebots und schwächerer Preise nach sich zieht. Shell warnt gleichzeitig, dass das Timing aufgrund häufiger Verzögerungen bei großen LNG-Projekten ungewiss bleibe.

Das Unternehmen strebt bis 2030 ein jährliches Wachstum des LNG-Absatzes von 4 bis 5 Prozent an.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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