MARKT USA/Börse vor Talfahrt mit Nahostkrieg und Inflationsangst
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Der eskalierende Krieg im Nahen Osten dürfte die US-Börsen am Dienstag auf Talfahrt schicken. Die Futures auf die großen Aktienindizes fallen vorbörslich um bis zu 2,5 Prozent. Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit. Zur Kriegs- gesellt sich Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzen ihren rasanten Anstieg fort. Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern. Aktuell steigen die Preise für die Ölsorten Brent und WTI um bis zu 7,8 Prozent.
Schwindende Zinssenkungshoffnungen treiben am US-Anleihemarkt die Renditen weiter nach oben. Die Rendite zehnjähriger Titel steigt um 5 Basispunkte auf 4,10 Prozent. Am frühen Montag stand die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent. Auch die Renditen von deutschen Bundesanleihen legen kräftig zu. Die Preisentwicklung am Anleihemarkt zeige, dass Bundes- und US-Anleihen nicht länger als "sichere Häfen" fungierten, so Christoph Rieger von der Commerzbank.
Der Dollar wertet weiter auf. Mit dem Dollarindex geht es um 0,8 Prozent nach oben. Der Euro fällt unter die Marke von 1,16 Dollar.
Gold gibt anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze fällt um 1,3 Prozent. Hier dürfte der festere Dollar belasten, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuert.
Wichtige US-Konjunkturdaten stehen am Dienstag nicht zur Veröffentlichung an. Unternehmensnachrichten sind ebenfalls rar. Unter den einzelnen Sektoren dürften Aktien der Ölbranche dem Ölpreis nach oben folgen. Exxon Mobil gewinnen vorbörslich 1,8 und Chevron 1,6 Prozent. Weitere Nutznießer könnten Rüstungsaktien sein wie Northroop Grumman (+0,7%) oder RTX (+1,1%). Erneut unter Druck stehen dürften die Aktien von Fluggesellschaften oder der Tourismusbranche. American Airlines fallen um 4 Prozent, Delta Air Lines um 3,7 Prozent und United Airlines um 4,1 Prozent. Die Aktie des Kreuzfahrtveranstalters Carnival gibt um 5 Prozent nach.
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
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