MÄRKTE USA/Zoll-Unsicherheit dürfte für Abgaben an der Wall Street sorgen
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
DOW JONES--Etwas leichter dürfte die Wall Street in den Montag starten. Die Unsicherheit rund um das Zoll-Thema lastet auf dem Sentiment. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt hatte, verhängte Trump im Anschluss neue Zölle. Er beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt einen globalen Basiszoll von 15 Prozent, der zunächst 150 Tage eingesetzt werden kann, um außenwirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,4 Prozent.
"Das fügt der Zollgeschichte eine neue Ebene der Unsicherheit hinzu. Wenn die Zoll-Politik diesen Weg weitergeht, könnten wir Ende des Jahres durchaus wieder vor dem Obersten Gerichtshof stehen", sagt Michael Landsberg, Chief Investment Officer bei Landsberg Bennett Private Wealth Management. Volkswirte der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Sonntag zu verstehen gegeben habe, dass bereits vereinbarte Handelsabkommen in Kraft bleiben und nicht dem neuen höheren Zollsatz unterliegen würden.
Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist übersichtlich, es wird lediglich nach der Startglocke der Auftragseingang der Industrie für Dezember veröffentlicht. Auch die Berichtssaison legt eine Pause ein. Das Highlight dürften die Ergebnisse von Nvidia für das vierte Quartal sein, die am Mittwoch nach Handelsende veröffentlicht werden. Allgemein wird mit erneuten Rekordzahlen gerechnet. Doch im Fokus stehen der Ausblick sowie die Investitionen. Zuletzt hatten bei anderen großen Technologie-Konzernen vor allem die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) für Abgabedruck gesorgt. Die Aktie gewinnt vorbörslich 0,5 Prozent.
Für die Aktie von Eli Lilly geht es um 3,4 Prozent nach oben. Auslöser ist die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtssenker CagriSema von Novo Nordisk in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte.
Merck & Co (+0,6%) wird seinen Geschäftsbereich Humanmedizin in zwei Sparten aufteilen. Eine davon wird die Krebs-Medikamente umfassen, darunter auch das Blockbustermedikament Keytruda. Die zweite Sparte - der Geschäftsbereich Specialty, Pharma and Infectious Diseases - wird die anderen Produkte verkaufen, darunter den HPV-Impfstoff Gardasil, das Diabetes-Medikament Januvia und neuere Produkte wie das Lungenmittel Winrevair.
Arcellx haussieren um 78,4 Prozent auf 114,37 Dollar. Gilead Sciences gab bekannt, das Biotechnologieunternehmen für 115 Dollar pro Aktie in bar zu kaufen, was einem impliziten Eigenkapitalwert von 7,8 Milliarden Dollar entspricht. Die Investoren von Arcellx erhalten außerdem nicht übertragbare bedingte Wertrechte von bis zu 5 Dollar pro Aktie. Die Aktien von Gilead fallen um 1,0 Prozent.
Der Dollar hat sich nach erneuten Abgaben im frühen Handel stabilisiert. Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. Die Entscheidung des Supreme Court, die meisten Zölle von Präsident Trump zu kippen, sei negativ für den Dollar, da sie politische Unsicherheit schaffe, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank. Die Trump-Regierung könne zudem angesichts des Rückschlags bei den Zöllen ihren Wunsch nach einem schwächeren Dollar stärker vorantreiben, um die Exporte anzukurbeln, meint er.
Der Goldpreis klettert über die Marke von 5.100 Dollar je Feinunze. Aktuell gewinnt er 0,9 Prozent auf 5.154 Dollar. Der neue verhängte Zoll von US-Präsident Trump in Höhe von 15 Prozent habe zwischenzeitlich einen schwächeren Dollar ausgelöst, was die Kauflaune beflügelt habe, so die Analysten von ANZ. "Dies wurde durch die Aussicht begünstigt, dass das US-Finanzministerium die von den Importeuren gezahlten Abgaben zurückerstatten muss." Zudem hält die Unsicherheit über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Märkte weiterhin in Atem und stützt die Nachfrage nach "sicheren Häfen".
Die Ölpreise pendeln zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Die Notierungen für Brent und WTI gewinnen aktuell bis zu 0,3 Prozent. Hier drücken Nachrichten über eine neue Runde von Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran und die wachsende Unsicherheit über die Zölle von Präsident Trump, heißt es.
Die Notierungen am Anleihemarkt legen leicht zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere verliert im Gegenzug 2 Basispunkte auf 4,06 Prozent.
=== DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:25 Uhr % YTD EUR/USD 1,1797 +0,0% 1,1794 1,1767 +0,4% EUR/JPY 182,40 -0,2% 182,73 182,32 -0,8% EUR/CHF 0,9143 +0,1% 0,9134 0,9121 -1,9% EUR/GBP 0,8737 -0,0% 0,8740 0,8748 +0,2% USD/JPY 154,62 -0,2% 154,93 154,94 -1,2% GBP/USD 1,3502 +0,1% 1,3494 1,3451 +0,2% USD/CNY 6,9212 -0,1% 6,9311 6,9313 -1,4% USD/CNH 6,8847 -0,2% 6,8984 6,8993 -1,1% AUS/USD 0,7070 -0,2% 0,7082 0,7055 +6,2% Bitcoin/USD 66.204,80 -2,2% 67.671,50 66.154,70 -23,8% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 66,68 66,48 +0,3% 0,20 +15,8% Brent/ICE 71,90 71,76 +0,2% 0,14 +17,7% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.153,68 5.107,89 +0,9% 45,79 +18,2% Silber 86,39 84,65 +2,1% 1,74 +18,7% Platin 1.829,39 1.829,65 -0,0% -0,26 +4,4% Kupfer 5,81 5,84 -0,5% -0,03 +3,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/mpt
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
