MÄRKTE USA/Erholung mit nachgebenden Ölpreisen
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DOW JONES--Zu Wochenbeginn kommt es an der Wall Street zu einer Erholung von den jüngsten Verlusten. Der Dow-Jones-Index verbessert sich am Mittag (Ortszeit) um 0,9 Prozent auf 46.983 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 1,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,3 Prozent. Entscheidend bleibt aber die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg. Ein schnelles Ende scheint hier weiterhin nicht in Sicht. Etwas Unterstützung erhalten die Aktienmärkte Marktteilnehmern zufolge vom Aufruf von US-Präsidenten Donald Trump an andere Länder, Schiffen auf ihrer Passage durch die Straße von Hormus Geleitschutz zu gewähren.
Die faktische Sperrung der Meerenge durch den Iran, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte läuft, hatte in der vergangenen Woche die Furcht vor Versorgungsengpässen befeuert und die Ölpreise stark nach oben getrieben, was wiederum die Aktienmärkte belastete. Zwar haben etliche Länder Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben und andere Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für die Wirtschaft und die Bevölkerung zu lindern, doch bewegen sich die Ölpreise weiter in der Nähe ihrer jüngst erreichten hohen Niveaus, auch wenn sie aktuell nachgeben. Denn im Zuge der Kampfhandlungen wurden Teile der Ölinfrastruktur in der Region zerstört: im Iran durch Angriffe der israelischen und US-Streitkräfte, in anderen Ölförderländern durch iranische Gegenschläge. Selbst wenn die Straße von Hormus bald wieder gefahrlos passiert werden könnte, dürfte es dauern, bis die verfügbaren Kapazitäten und das Angebot wieder das Niveau von vor dem Krieg erreichen.
Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,6 Prozent auf 101,50 Dollar, nachdem er im Tageshoch schon bei 106,50 Dollar gelegen hatte. WTI fällt um 3,5 Prozent auf 95,29 Dollar.
Konjunkturseitig ist am Montag der Empire State Manufacturing Index im März überraschend deutlich zurückgegangen und wider Erwarten in negatives Terrain abgerutscht. Das deute auf eine Abkühlung der Wirtschaftsaktivität im Großraum New York hin, merkt Andreas Lipkow von CMC Markets an. Dadurch könnte das Zinssenkungsthema grundsätzlich wieder etwas mehr Fantasie bekommen, so Lipkow. Die Industrieproduktion ist derweil im Februar etwas stärker gestiegen als angenommen.
Höhepunkt der Woche dürfte aber der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch sein. Es wird weithin erwartet, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt. Das Interesse gilt vor allem Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs. Im Zuge der steigenden Ölpreise dürfte die ohnehin schon hartnäckig hohe Inflation in den USA nochmals zugelegt haben, was baldige Zinssenkungen unwahrscheinlich macht.
Unternehmenstermine sind rar; die Bilanzsaison in den USA ist fast vorüber. Spannend könnte die Entwicklerkonferenz von Nvidia werden, die am Montag beginnt. Der Kurs von Nvidia steigt um 2,3 Prozent.
Die Aktien von Nebius machen einen Satz von 13,6 Prozent. Das Unternehmen hat einen Vertrag mit Meta zur Bereitstellung von KI-Kapazitäten geschlossen, der bis zu 27 Milliarden Dollar wert sein könnte. Meta (+2,3%) wiederum plant einem Bericht von Reuters zufolge den Abbau von 20 Prozent der 80.000 Arbeitsplätze bei der Facebook-Mutter.
Micron gewinnen 5,6 Prozent. Der Chiphersteller plant den Bau einer zweiten Produktionsstätte auf dem Gelände seiner Fabrik in Taiwan. Sandisk und Western Digital verbessern sich im Gefolge um 8,1 bzw. 2,8 Prozent.
Am Devisenmarkt kommt der in der vergangenen Woche als Fluchtwährung gesuchte Dollar etwas zurück. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,5 Prozent. Die Verluste dürften sich aber in Grenzen halten, so Kit Juckes von der Societe Generale. Die Positionierung zugunsten des Dollar wirke etwas überzogen, nachdem der Dollar-Index am Freitag den höchsten Stand seit mehr als neun Monaten erreicht habe.
Die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen der US-Anleihen fallen leicht, im Zehnjahresbereich um 5,0 Basispunkte auf 4,24 Prozent. Händler wägen den Verlauf des Iran-Konflikts ab und erwarten die Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte.
Der Goldpreis fällt unter die Marke von 5.000 Dollar. Die Feinunze verliert 0,6 Prozent auf 4.987 Dollar. Für die kurzfristige Richtung des Goldpreises könnte es entscheidend sein, dass die Marke von 5.000 Dollar hält, sagt Dilin Wu von Pepperstone. Sollte die Marke entscheidend durchbrochen werden, könne der Preis bis in die Unterstützungszone von 4.850 bis 4.900 Dollar fallen. Sollte sich der Goldpreis jedoch stabilisieren, wären die nächsten Widerstandsmarken bei 5.100 und 5.250 Dollar.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 46.982,93 +0,9 +424,46 46.558,47 S&P-500 6.701,70 +1,1 +69,51 6.632,19 NASDAQ Comp 22.395,57 +1,3 +290,21 22.105,36 NASDAQ 100 24.682,83 +1,2 +302,10 24.380,73 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,70 -0,04 3,72 3,67 5 Jahre 3,82 -0,05 3,85 3,80 10 Jahre 4,24 -0,05 4,27 4,22 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 19:42 EUR/USD 1,1482 +0,6 0,0066 1,1416 1,1438 EUR/JPY 182,89 +0,3 0,5700 182,32 182,6000 EUR/CHF 0,9059 +0,3 0,0027 0,9032 0,9038 EUR/GBP 0,8634 0,0 0,0000 0,8634 0,8634 USD/JPY 159,28 -0,3 -0,4300 159,71 159,6100 GBP/USD 1,3297 +0,6 0,0075 1,3222 1,3243 USD/CNY 6,8955 -0,0 -0,0006 6,8961 6,8961 USD/CNH 6,8944 -0,2 -0,0101 6,9045 6,9049 AUS/USD 0,7051 +1,0 0,0071 0,698 0,7007 Bitcoin/USD 73.333,84 +2,2 1.585,42 71.748,42 71.254,06 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,29 -3,5 -3,42 98,71 Brent/ICE 101,5 -1,6 -1,64 103,14 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.986,54 -0,6 -31,89 5.018,43 Silber 80,39 -0,2 -0,17 80,55 Platin 2.089,20 +3,2 64,62 2.024,58 ===
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
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