MARKT USA/Leichte Erholung - Weiter Unsicherheiten um Iran-Krieg
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Nach den kräftigen Verlusten zum Wochenschluss dürfte es zum Start in die neue Handelswoche zu einer leichten Erholung an der Wall Street kommen. Der Future auf den S&P-500 legt um 0,4 Prozent zu. Gleichwohl hängt der Markt weiterhin an den Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg. Und hier ist die Meldungslage weiterhin widersprüchlich. US-Präsident Donald Trump hat sich zwar zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung mit dem Iran gezeigt. Zugleich schließt er allerdings eine Boden-Offensive nicht aus. Seit Tagen verstärken die USA die Präsenz ihrer Bodentruppen in der Region. Gleichzeitig feuert der Iran weiterhin Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten und Israel.
"Es gibt immer noch keine Anzeichen für ein klares Ende des Konflikts, und angesichts der verschiedenen Schlagzeilen bleiben Anleger besorgt über eine neue Eskalation", sagt Henry Allen, Makrostratege der Deutschen Bank. "Bei allem, was passiert ist, werden die Auswirkungen auf den Markt immer gravierender."
Abzulesen ist die Unsicherheit auch am Ölpreis, der weiter zulegt. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent erhöht sich um 2,3 Prozent auf 115,13 Dollar und liegt damit in Reichweite des Höchststandes seit dem Ausbruch des Iran-Krieges bei 120 Dollar. Jede potenzielle Störung der Meerenge Bab al-Mandab könnte Rohöllieferungen zu einer Umleitung um das Kap der Guten Hoffnung zwingen, was die Transitzeiten verdoppeln und die Kosten in die Höhe treiben würde, so Analystin Muyu Xu von Kepler. Die Meerenge ist eine schmale Passage, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet.
Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn leer. Mit Spannung wird dagegen auf einen Auftritt von US-Notenbankpräsident Jerome Powell am Nachmittag geschaut. Der Fed-Chairman wird an der Harvard University an einer Diskussion teilnehmen. Powell wird sich den Fragen eines Moderators sowie der Studenten im Publikum stellen. Es sind keine vorbereiteten Äußerungen geplant. Dies macht es zu einem der wenigen Auftritte in jüngster Zeit, bei denen er öffentlich ohne Skript sprechen wird.
Bei den Einzelwerten gewinnen Eli Lilly 0,4 Prozent. Der Konzern hat ein Abkommen zur Wirkstoffforschung mit InSilico unterzeichnet, einem KI-getriebenen US-Biotechnologieunternehmen. Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen teilte mit, dass der Deal einen Wert von bis zu 2,75 Milliarden US-Dollar haben könnte.
Alcoa steigen um 8,0 Prozent, nachdem zwei Aluminiumhersteller im Nahen Osten von iranischen Treffern berichtet haben. Dies schürt die Befürchtung, dass die Versorgung durch den andauernden Konflikt gestört werden könnte.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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