MÄRKTE USA/Schwächer - Nvidia trotz starker Zahlen unter Druck
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DOW JONES--An der Wall Street verstärkt sich im Verlauf des Donnerstagshandels der Verkaufsdruck. Der Dow-Jones-Index verliert gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,4 Prozent auf 49.308 Punkte. Der S&P-500 weitet sein Minus auf 0,9 Prozent aus, und der Nasdaq-Composite fällt um 1,6 Prozent. Im Fokus stehen die am Vorabend nach der Schlussglocke veröffentlichten Geschäftszahlen von Nvidia und deren Einordnung. Der Chip-Hersteller hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung und einen Rekordumsatz erzielt, damit die Sorgen wegen einer möglichen Blase bei Künstlicher Intelligenz (KI) aber offenbar nicht nachhaltig zerstreut, so Marktteilnehmer. Nettogewinn und Umsatz übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Schätzungen des Marktes.
Gleichwohl geht es mit der Nvidia-Aktie um 4,6 Prozent nach unten. Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Ergebnisse von Nvidia andauern, erläutert Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen, so die Strategin. Es könnten sich die KI-Wegbereiter entlang der Lieferkette, von der Stromversorgung über die Kühlung bis hin zur Vernetzung, als widerstandsfähiger erweisen. Ein Marktteilnehmer verweist zudem auf vage Aussagen zum China-Absatz bei Nvidia.
Der Abschlag der Nvidia-Aktie sage wahrscheinlich mehr über den breiteren Markt aus als über die Ergebnisse des Unternehmens, heißt es. Investoren hätten die ersten Monate des Jahres 2026 damit verbracht, sich darüber Sorgen zu machen, wie KI Branchen wie den Software-Sektor sowie die aggressiven Kapitalausgabepläne der großen Technologiekonzerne umkrempeln könnte.
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 21. Februar zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 4.000 auf 212.000. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt.
Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Salesforce um 2,3 Prozent nach oben. Die Quartalszahlen des SAP-Konkurrenten fielen zwar besser als erwartet aus, der Ausblick blieb auf der Umsatzseite aber unter der Markterwartung. CEO Marc Benioff betonte in einer Telefonkonferenz, er lasse sich von dem Ausverkauf bei Softwareunternehmen in den vergangenen Wochen nicht beirren.
Die Papiere von Nutanix steigen um 0,4 Prozent. Das Cloud-Computing-Unternehmen hat sich mit AMD (-4%) für ein 250-Millionen-Dollar-Projekt zusammengetan, um eine Infrastrukturplattform zur Unterstützung von KI-Anwendungen zu entwickeln.
Die Aktien von Paramount steigen um 9,7 Prozent, nachdem das Unternehmen inmitten seiner Bemühungen um die Übernahme des Rivalen Warner Bros. Discovery durchwachsene Ergebnisse vorgelegt hat. Die Aktien von Warner Bros. Discovery tendieren nach Zahlen kaum verändert. Die Zahlen spielten derzeit aber nur eine untergeordenete Rolle, heißt es.
Der Goldpreis zieht leicht an. Die Feinunze gewinnt 0,2 Prozent auf 5.182 Dollar. Das Edelmetall profitiert übergeordnet weiter von seinem Status als "sicherer Hafen" mit Blick auf den Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die Gewinne würden jedoch durch die Sorge gebremst, dass die US-Zinsen noch einige Zeit unverändert bleiben könnten, heißt es.
Die Ölpreise zeigen sich weiterhin recht volatil und hängen an den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es aktuell um bis zu 1,7 Prozent nach oben. Eine Lösung des Konflikts würde den Markt dazu veranlassen, schrittweise einen Risikoaufschlag von bis zu 10 Dollar pro Barrel abzubauen, der nach Meinung der ING derzeit eingepreist ist. "Sollten die Gespräche scheitern, bleibt das Aufwärtsrisiko bestehen, aber der Markt könnte mit einer vollständigen Reaktion warten, bis das Ausmaß möglicher US-Maßnahmen gegen den Iran deutlicher wird", so die Analysten.
Der Dollar notiert wenig verändert. Übergeordnet belaste die Unsicherheit über Zölle und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank, heißt es. Ein neuer, vorübergehender globaler Zoll war am Dienstag in Kraft getreten, nachdem der Oberste Gerichtshof die meisten Zölle von US-Präsident Trump aufgehoben hatte. Unterdessen sagte der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, der Riss zwischen der Fed und Trump habe begonnen, das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 49.307,69 -0,4 -174,46 49.482,15 S&P-500 6.881,69 -0,9 -64,44 6.946,13 NASDAQ Comp 22.787,79 -1,6 -364,29 23.152,08 NASDAQ 100 24.948,44 -1,5 -380,59 25.329,04 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,45 +0,04 3,48 3,44 5 Jahre 3,59 +0,12 3,62 3,58 10 Jahre 4,03 +0,19 4,06 4,01 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:57 EUR/USD 1,1789 -0,2 -0,0020 1,1809 1,1808 EUR/JPY 184,14 -0,3 -0,5000 184,64 184,5900 EUR/CHF 0,9121 -0,1 -0,0005 0,9126 0,9120 EUR/GBP 0,8732 +0,3 0,0025 0,8707 0,8708 USD/JPY 156,19 -0,1 -0,1400 156,33 156,3300 GBP/USD 1,3498 -0,4 -0,0058 1,3556 1,3555 USD/CNY 6,8409 -0,4 -0,0283 6,8692 6,8692 USD/CNH 6,8447 -0,1 -0,0095 6,8542 6,8539 AUS/USD 0,709 -0,5 -0,0033 0,7123 0,7117 Bitcoin/USD 66.950,12 -2,9 -1.988,84 68.938,96 68.655,05 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 66,44 +1,6 1,02 65,42 Brent/ICE 72,18 +1,9 1,33 70,85 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.183,81 +0,3 13,18 5.170,63 Silber 87,15 -2,5 -2,26 89,42 Platin 2.238,80 -2,1 -47,80 2.286,60 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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