MÄRKTE USA/KI-Sorgen dürfte Wall Street ein weiteres Mal drücken
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DOW JONES--Nach der Feiertagspause zum Wochenauftakt deutet der Aktienterminmarkt für Dienstag auf einen leichteren Handelsauftakt an den US-Börsen hin. Technologietitel stehen dabei in der Anlegergunst ganz unten. Sorgen über eine möglicherweise disruptive Wirkung von KI-Anwendungen belastet erneut Teilbereiche des Sektors. Die technologielastige Nasdaq hat in den vergangenen fünf Wochen mit Abschlägen geschlossen - ein Trend, der sich offenbar fortsetzt. Einerseits hegen Investoren Zweifel, dass sich die enorm hohen KI-Investitionen langfristig rechneten. Zum anderen vollzog sich jüngst ein panikartiker Ausverkauf in den Branchen Software, Transportwesen und Gewerbeimmobilien.
Insbesondere im Software-Bereich könnte KI ganze Geschäftsmodelle in Frage stellen, heißt es im Handel. Am Vortag war die französische Dassault Systemes gehörig unter die Räder geraten, das galt aber auch für den deutschen Industrietitel Siemens. Händler sprechen in beiden Fällen von KI-Sorgen hinsichtlich Software-Lösungen. "Unter der Oberfläche brodelten KI-bezogene Bedenken weiter… Es ist klar, dass der Markt dieses Thema noch nicht abgeschüttelt hat", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.
Bei US-Anleihen drücken steigende Notierungen die Renditen - im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,03 Prozent. Im Handel ist von Nachfrage nach vermeintlicher Sicherheit des Anleihemarktes des Rede. Die Schwäche des Aktienmarktes, der unsichere Zinspfad der Federal Reserve sowie geopolitische Risiken werden genannt. Auch schwache Daten passen ins Bild: denn der Empire State Manufacturing Index ist im Februar entgegen der Prognose einer deutlichen Steigerung stattdessen gesunken.
Der Dollar steigt trotz anziehender Marktzinsen in die Nähe eines Einwochenhochs - der Dollarindex legt um 0,4 Prozent zu. Händler billigen dem Greenback wieder den Charakter eines vermeintlich sicheren Hafens zu, den er unter Präsident Donald Trump zunächst stark eingebüßt hatte. Doch mit Kevin Warsh als künftigem US-Notenbankgouverneur scheine Vertrauen zurückzukehren, heißt es.
Die ausgeprägte Dollar-Stärke belastet indes Gold. Zudem stellt das Edelmetall laut Umfrage von Bank of America den zweiten Monat in Folge den am stärksten überlaufenen Trade. Da Anleger extrem bullisch für Gold positioniert sind, dürfte das aktuelle Kaufinteresse eher mäßig ausfallen, heißt es im Handel. Denn Anleger mit der Wette auf steigende Goldpreise hätten sich längst eingedeckt.
Die Ölpreise geben vor den für Dienstag avisierten Verhandlungen zwischen USA und Iran in Genf leicht nach. Iranische Regierungsvertreter haben eine Aussetzung der Urananreicherung, die Verlagerung einiger Vorräte des Landes ins Ausland und Geschäftsabschlüsse mit den USA ins Spiel gebracht, um die Atomgespräche voranzubringen.
Übernahmen halten Anleger auf Trab
Unter den Einzelaktien steigen Warner Bros um 2,4 Prozent vorbörslich. Die Gesellschaft ebnet den Weg für einen weiteren Bieterwettstreit. Der US-Unterhaltungskonzern kündigte an, nach einem aufgestockten Übernahmeangebot doch wieder Gespräche mit Paramount (+3,8%) zu führen. Warner ist sich eigentlich schon mit Netflix (+0,7%) handelseinig.
Danaher (-5,5%) übernimmt das Medizintechnikunternehmen Masimo. Das Volumen der Transaktion liegt bei knapp 10 Milliarden US-Dollar. Masimo fliegen um 34,8 Prozent. Und weitere Übernahmen beschäftigen Anleger: Der Energiekonzern Portland General Electric (-3,2%) übernimmt die Windkraft-, Erdgas- und Verteilungsanlagen der Berkshire-Hathaway-Tochter Pacificorp im US-Bundesstaat Washington für 1,9 Milliarden US-Dollar. Der Kurs der B-Titel von Berkshire von Starinvestor Warren Buffett klettert um 0,3 Prozent. ZIM Integrated Shipping Services haussieren um 35,2 Prozent, die deutsche Reederei Hapag-Lloyd schluckt die Israelis.
Die Titel des Medizingeräteherstellers Medtronic geben nach schwachem Ausblick um 3,5 Prozent nach. Norwegian Cruise Line ziehen um 7,3 Prozent an, der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat einen Anteil von über 10 Prozent an der Kreuzfahrtreederei aufgebaut, berichtet das Wall Street Journal.
=== Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mo, 18:01 Uhr % YTD EUR/USD 1,1825 -0,2% 1,1852 1,1853 +0,9% EUR/JPY 181,31 -0,3% 181,94 181,90 -1,2% EUR/CHF 0,9120 +0,0% 0,9119 0,9119 -2,1% EUR/GBP 0,8736 +0,5% 0,8693 0,8697 -0,3% USD/JPY 153,32 -0,1% 153,52 153,47 -2,1% GBP/USD 1,3536 -0,7% 1,3630 1,3629 +1,2% USD/CNY 6,9246 -0,0% 6,9255 6,9255 -1,4% USD/CNH 6,8878 +0,0% 6,8846 6,8860 -1,3% AUS/USD 0,7056 -0,2% 0,7073 0,7074 +6,0% Bitcoin/USD 68.234,05 -0,5% 68.565,25 67.927,40 -22,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,29 63,60 -0,5% -0,31 +10,9% Brent/ICE 68,35 68,65 -0,4% -0,30 +12,7% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.911,72 4.992,50 -1,6% -80,78 +15,6% Silber 74,46 76,63 -2,8% -2,17 +7,5% Platin 1.706,90 1.726,12 -1,1% -19,22 -1,5% Kupfer 5,68 5,76 -1,5% -0,13 +2,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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