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22:12 Uhr, 25.02.2026

MÄRKTE USA/Fester - Vor Nvidia-Zahlen dominiert positive Stimmung

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DOW JONES--Die positive Tendenz an der Wall Street hat sich zur Wochenmitte fortgesetzt. Vor den wichtigen Quartalszahlen von Nvidia nach der Schlussglocke setzte sich eine freundliche Stimmung durch. Der Markt rechnet erneut mit Rekordzahlen des Konzerns, viel wichtiger werden jedoch der Ausblick und die Investitionen in den KI-Bereich. Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,6 Prozent auf 49.482 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewann 0,8 Prozent und der Nasdaq-Composite rückte um 1,3 Prozent vor. An der Nyse wurden 1.584 (Dienstag: 1.778) Kursgewinner und 1.154 (949) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 70 (96) Titel.

Laut Konsensschätzungen dürfte Nvidia einen Gewinn von 1,52 US-Dollar je Aktie ausweisen und der Umsatz um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen sein. "Es wird ein überragendes Ergebnis erwartet, da der Chiphersteller weiter von den massiven Investitionsausgaben der Hyperscaler profitiert", urteilte Analystin Kathleen Brooks von XTB. Ein starkes Ergebnis allein werde nicht ausreichen, um die Anleger zu überzeugen, sagte Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. "Der Teufel wird im Detail stecken - Cashflow, Forderungen, Margen und der Ausblick." Die Nvidia-Aktie legte um 1,6 Prozent zu.

Zudem wird Salesforce nach der Schlussglocke einen Blick in die Bücher gewähren. Die Aktie ging 3,5 Prozent höher aus dem Handel.

Die Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation enthielt Marktteilnehmern zufolge wenig neue wirtschaftspolitische Ankündigungen. Stärker werde auf die Entwicklungen in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran geschaut. "Der Aufbau von US-Militärpräsenz im Nahen Osten bedeutet, dass das Risiko von Maßnahmen sehr real bleibt", so die ING. In seiner Rede zur Lage der Nation sagte US-Präsident Trump, er bevorzuge eine diplomatische Lösung der Krise mit dem Iran, machte aber deutlich, dass er Teheran niemals gestatten werde, eine Atomwaffe zu erlangen.

Bei den Einzelwerten knickten die Aktien von First Solar um 13,6 Prozent ein. Das Photovoltaik-Unternehmen verfehlte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal die Erwartungen. Zudem gab First Solar einen schwachen Umsatzausblick. Workday drehten nach anfangs deutlichen Verlusten ins Plus und gewannen 2,3 Prozent. Der Anbieter von Personalverwaltungssoftware verfehlte mit den Zahlen die Erwartungen des Marktes. Das Unternehmen hat zudem für die Abonnement-Umsätze, die den Großteil der Erlöse ausmachen, ein langsameres Wachstum prognostiziert. Gleichwohl bestätigten mehrere Analysten ihre positiven Einschätzungen zu der Aktie.

Das Board von Warner Bros. Discovery will in weiteren Gesprächen mit Paramount ausloten, ob ein besserer Vorschlag als die bereits erzielte Vereinbarung mit Netflix erzielt werden könne. Sollte Warner zu dem Schluss kommen, dass es einen besseren Vorschlag von Paramount bekäme, hätte Netflix vier Werktage Zeit, um nachzuverhandeln und Änderungen an der vorgeschlagenen Transaktion vorzuschlagen, teilte Warner mit. Die Aktien von Netflix stiegen um 6 Prozent und Paramount fielen um 2,2 Prozent. Die Warner-Titel verloren 0,8 Prozent.

Am Anleihemarkt legten die Renditen leicht zu. Im zehnjährigen Bereich ging es um knapp 1,0 Basispunkt auf 4,04 Prozent nach oben. Die Risikobereitschaft nehme zu und die Aktienkurse stiegen, was die Nachfrage nach als sicher geltenden Anlagen dämpfe, merkten Händler dazu an. Die am Dienstag veröffentlichten, besser als erwartet ausgefallenen Daten zum US-Verbrauchervertrauen belasten die Notierungen ebenfalls, da sie die Ansicht untermauerten, dass kurzfristige Zinssenkungen der Fed weniger wahrscheinlich erscheinen. Zudem hatten sich Vertreter der US-Notenbank besorgt über die Inflation und Angriffe der Politik auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve geäußert. Dennoch könnte eine neuerliche Eskalation der Handelsspannungen die Suche nach dem "sicheren Hafen" Anleihen wiederbeleben, hieß es.

Für den Goldpreis ging es nach oben, womit ein Teil der Vortagesabgaben wieder aufgeholt wurde. Die Unsicherheit über die US-Handelspolitik sowie geopolitische Risiken im Nahen Osten stützten die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter, erklärten Marktteilnehmer. Silber legte noch stärker zu. Grund dafür seien die Unruhen in Mexiko nach dem Tod des Drogenkartellanführers "El Mencho", hieß es. Denn Mexiko ist ein wichtiger Silberlieferant.

Die Ölpreise kamen etwas zurück, nachdem ein überraschend starker Aufbau der US-Rohölvorräte gemeldet wurde. Auf der anderen Seite stützten aber Befürchtungen, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalieren könnte, so Beobachter. Der Dollar zeigte sich knapp behauptet. Devisenhändler erklärten dies unter Verweis auf die Gewinne am Aktienmarkt mit der wiedererwachten Risikofreude der Anleger, die klassische Fluchtwährungen wie den Greenback gemieden hätten.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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