MÄRKTE USA/Ernüchterung nach Erleichterungsrally - Ölpreise und Renditen steigen wieder
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DOW JONES--Nach der von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Erleichterungsrally am Vortag kehrt am Dienstag an der Wall Street wieder etwas Ernüchterung ein. Trump hatte mit einem Rückzieher in Form einer Verlängerung seines Ultimatums an den Iran, die Straße von Hormus freizugeben, bei Börsianern für Hoffnung auf ein absehbares Kriegsende gesorgt. Während Trump aber von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter sprach, kam aus Teheran ein Dementi. Derweil wurden inzwischen wieder Orte in Israel von iranischen Raketen angegriffen. Auch Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien berichten von neuen Angriffen.
Kurz nach dem Handelsstart sinkt der Dow-Jones-Index um 0,7 Prozent auf 45.870 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen jeweils um 0,5 Prozent ein. Schon am Vortag hatten die Indizes angesichts der diffusen Nachrichten zu ersten Annäherungen deutlich unter den Tageshochs geschlossen. Dazu ziehen die Erdölpreise ziehen wieder an und belasten wie schon seit Beginn des Irankrieges die Aktienkurse. Brent-Öl verteuert sich um 4 Prozent auf 103,60 Dollar. Laut einem Bericht sollen Verbündeten der USA am Persischen Golf kurz davor stehen, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen.
Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen wieder deutlich angesichts der wieder steigenden Ölpreise. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legt um 7 Basispunkte auf 4,41 Prozent zu. Anhaltende Spannungen und Störungen im Nahen Osten könnten die Inflationserwartungen weiter anheizen, was tendenziell für steigende Zinsen sprechen, heißt es im Handel. Dazu passend wurde der Anstieg der Lohnstückkosten im vierten Quartal noch deutlicher auf 4,4 Prozent nach oben revidiert als erwartet.
Derweil sind die S&P-Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen im März uneinheitlich ausgefallen. Der Index für die Industrie übertraf die Erwartungen, der Index für die Dienstleistungen verfehlte sie. Beide Indizes liegen weiter im Wachstum anzeigenden Bereich.
Der Dollar steigt mit den US-Renditen und dem schwindenden Optimismus über eine Entspannung des Nahostkonflikts. Die Dementis aus dem Iran lassen Anleger den Greenback wieder als Fluchthafen ansteuern. Der Euro fällt auf 1,1571 Dollar zurück, der Dollarindex gewinnt 0,5 Prozent.
Am Aktienmarkt verlieren Tesla nach dem Vortagesplus 0,4 Prozent, auch wenn der Elektroautobauer erstmals seit über einem Jahr im Februar den Absatz in Europa auf Monatssicht wieder steigern konnte. Jefferies Financial Group springen um 4,9 Prozent. Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group arbeitet an einer möglichen Übernahme der Investment Bank, wie die Financial Times berichtet.
Home Depot verlieren 1,5 Prozent mit der Nachricht des Zukaufs eines Großhändlers für Geräte, Ersatzteile und Zubehör aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Klimatechnik (HLK). United Airlines will die Kapazitäten vor allem im Premiumsegment erhöhen. In diesem Zusammenhang kündigte die US-Fluglinie an, ihrer Flotte in den kommenden zwei Jahren 250 Flugzeuge hinzuzufügen. Der Kurs legt um 2,7 Prozent zu.
Apollo Global Management geben um 3,8 Prozent nach, nachdem eine behördliche Mitteilung gezeigt hat, dass einer der Private-Credit-Fonds des Unternehmens Auszahlungen auf das festgelegte Limit begrenzt hat. Gilead Sciences sinken um 0,3 Prozent, das Unternehmen übernimmt das privat gehaltene Biotechnologie-Unternehmen Ouro Medicines.
(Aus technischen Gründen entfällt die an dieser Stelle übliche Tabelle zu Indizes, Anleihen, Devisen und Rohstoffpreisen)
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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