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14:09 Uhr, 24.03.2026

MÄRKTE USA/Ernüchterung an Wall Street nach Erleichterungsrally

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DOW JONES--Nach der von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Erleichterungsrally am Vortag kehrt am Dienstag an der Wall Street wieder etwas Ernüchterung ein. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Trump hatte mit einem Rückzieher in Form einer Verlängerung seines Ultimatums an den Iran, die Straße von Hormus freizugeben, für Aufatmen an den Börsen gesorgt. Er sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter, worauf auf breiter Front die Aktienkurse stiegen und die Ölpreise nachgaben. Für Rätselraten sorgen allerdings die Dementis aus Teheran. Unter anderem dementierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Mizan Gespräche mit den USA. Gleichzeitig wurden über Nacht mehrere Orte in Israel von iranischen Raketen angegriffen. Auch Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien berichten von neuen Angriffen.

"Iranische Offizielle haben wiederholt bestritten, dass überhaupt Gespräche mit den USA stattfinden, was dazu beigetragen hat, dass die Märkte einen Teil der anfänglichen Risikobereitschaft gestern Abend und über Nacht wieder zurückgenommen haben", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Zudem ziehen die Erdölpreise wieder an, wenngleich auch nur vergleichsweise moderat. Damit bewegen sich die Rohölpreise aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Woche.

Die Ölpreise erholen sich nach einem Rückgang um 10 Prozent am Vortag nun um über 4 Prozent und belasten damit den Aktienmarkt wie schon zuvor. Hintergrund ist ein Bericht, wonach die Verbündeten der USA am Persischen Golf kurz davor stehen sollen, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen.

Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen wieder, da die Unsicherheit über die Ölpreisentwicklung dominiert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legt mit den ölpreisbefeuerten Inflationssorgen um 5 Basispunkte auf 4,39 Prozent zu. Anhaltende Spannungen und Störungen im Nahen Osten könnten die Inflationserwartungen weiter anheizen und die Zentralbanken zwingen, einen vorsichtigeren Ansatz zu verfolgen, merkt Analyst Daniel Takieddine von Sky Links Capital an. Dazu passen nach oben revidierte Lohnstückkosten mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,4 Prozent nach vorläufig nur 2,8 Prozent. Volkswirte hatten eine Revision auf ein Plus von 4,0 Prozent erwartet.

Der Dollar steigt zusammen mit den Ölpreisen, da der Optimismus über eine Entspannung des Nahostkonflikts schwindet. Die Dementis aus dem Iran über mögliche Gespräche mit den USA lassen Anleger den Greenback wieder als Fluchthafen ansteuern. Der Dollar könnte sich aufgrund der Unsicherheit über den Nahost-Konflikt kurzfristig in einer engen Spanne halten, urteilt ING-Analyst Chris Turner. Der Dollar-Index gewinnt 0,4 Prozent.

Anders als der Dollar profitiert Gold weiterhin nicht von der Nahostkrise. Der wieder gestiegene Dollar und anziehende Marktzinsen machen das Edelmetall weiterhin unattraktiv. Der Feinunze verbilligt sich um 0,5 Prozent. Die US-Notenbank könnte wegen des Ölpreisschocks gezwungen sein, die Leitzinsen anzuheben, heißt es im Handel mit Blick auf die jüngsten Abgaben bei Gold.

Tesla verlieren vorbörslich 0,7 Prozent. Erstmals seit über einem Jahr hat der E-Autobauer im Februar den Absatz in Europa auf Monatssicht wieder gesteigert. Im Januar war dieser auf Jahressicht aber um 17 Prozent eingebrochen - 2025 um 27 Prozent. Jefferies Financial Group springen um 8,5 Prozent. Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group arbeitet an einer möglichen Übernahme der Investment Bank, wie die Financial Times berichtet.

Apollo Global Management geben um 3,8 Prozent nach, nachdem eine behördliche Mitteilung gezeigt hat, dass einer der Private-Credit-Fonds des Unternehmens Auszahlungen auf das festgelegte Limit begrenzt hat. Gilead Sciences klettern um 0,8 Prozent, das Unternehmen übernimmt das privat gehaltene Biotechnologie-Unternehmen Ouro Medicines.

(Aus technischen Gründen entfällt die an dieser Stelle übliche Tabelle zu Indizes, Anleihen, Devisen und Rohstoffpreisen)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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