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18:24 Uhr, 12.02.2026

MÄRKTE EUROPA/Gewinnmitnahmen im DAX über 25.000 Punkten

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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf des Nachmittagshandels zur Schwäche geneigt und anfängliche Kursgewinne abgegeben. Es war vor allem die Berichtssaison, die einige Überraschungen parat hielt. Am deutschen Aktienmarkt kletterte die Aktie von DAX-Schwergewicht Siemens zunächst auf Allzeithoch und gab im weiteren Handel alle Gewinne wieder ab. Dies wirkte sich auf den DAX aus, der ebenfalls ins Rutschen geriet. Dies belegte einmal mehr, dass Anleger oberhalb der runden 25.000er-Marke bereit sind, sich von Aktien zu trennen. Der DAX schloss kaum verändert bei 24.853 Zählern, nachdem er im Hoch bei 25.239 Zählern notiert hatte. Der Euro-Stoxx-50 underperformte und gab 0,4 Prozent auf 6.011 Zähler ab. Mit 6.099 Punkten notierte der Index am Vormittag noch auf Rekordhoch. Am Ölmarkt notierte Brent mit 67,94 Dollar je Barrel deutlich leichter. Europäische Anleihen traten bereits seit Tagen mehrheitlich auf der Stelle, während Gold im Tagesverlauf ebenfalls unter Druck geriet und bei 4.950 Dollar je Feinunze umging.

Siemens startet stark ins Geschäftsjahr

Die Ergebnisse von Siemens für das erste Quartal spiegelten einen starken Start in das Geschäftsjahr wider, so die Analysten von JP Morgan. Der deutsche Mischkonzern habe die Erwartungen bei Auftragseingang, Umsatz und Marge übertroffen. Zusammen mit der Anhebung der Prognose für den Gewinn je Aktie um rund 2 Prozent habe dies der Aktie Auftrieb gegeben, so die Analysten. Nach dem Rekordhoch bei 275,75 Euro sicherten Anleger, auch im Hinblick auf die jüngsten KI-Disruptionen, ihre Gewinne ab. Die Aktie schloss 0,3 Prozent im Plus bei 257 Euro.

Kursverluste verbuchten Mercedes-Benz (-1,5%) nach Zahlenausweis zum vierten Quartal. Die Aussicht auf zukünftige Margen ist mau. Mercedes-Benz prognostiziert für Cars für 2026 Margen zwischen 3 und 5 Prozent, nachdem 2025 Margen von 5 Prozent erreicht worden seien, merkten Analysten an.

Positive Signale für Deutsche Telekom (+6,1%) kamen von der US-Tochter. Deutsche Telekom hatte sich verpflichtet, beim Aktienrückkauf von T-Mobile US im Jahr 2026 keine Anteile zu verkaufen. Dies erhöhe ihre Beteiligung bis 2027 auf 55 Prozent. In der Folge hob JP Morgan das Kursziel für Dezember 2027 auf 40 Euro pro Aktie um einen Euro an.

Preisverfall bei CO2-Zertifikaten

Für die Aktien der Zementhersteller ging es erneut nach unten, Heidelberg Materials verloren 11 und Holcim 7 Prozent. Der Gegenwind kommt hier aktuell aus Brüssel. Den Berenberg-Analysten zufolge spitzt sich dort die CO2-Debatte aktuell zu. Die EU stehe vor dem Spagat, den Klimaschutz voranzutreiben, ohne die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Angesichts steigender Kosten fordern Industriegrößen wie BASF hier Reformen. Aktuell werde nun diskutiert, rund 370 Millionen ungenutzte Zertifikate freizugeben, um die Industrie zu entlasten.

Der Preis für CO2-Zertifikate kam heute bereits deutlich unter Druck. Mit Blick auf die verschiedenen Branchen werteten die Analysten eine Aufweichung der Regeln für Zementhersteller, wie eben Heidelberg Materials, als eher negativ. Eine Verlängerung der kostenlosen Zertifikate wäre dagegen eine enorme Entlastung für die Chemiebranche, hier nannten die Analysten BASF, Wacker Chemie, Arkema, Solvay. Mit Blick auf die Stahlhersteller gebe es weniger Hoffnung auf politische Aufweichung, Thyssenkrupp schlossen nach Zahlenvorlage 12 Prozent im Minus. ArcelorMittal verloren 4,8 Prozent und SSAB 4,6 Prozent.

Adyen enttäuschte mit Umsatz und Ausblick, die Aktie brach um 22 Prozent ein. Der niederländische Zahlungsdienstleister hat im vergangenen Jahr die Umsatzerwartung der Analysten verfehlt. Zudem rechnet Adyen für das laufende Jahr damit, dass die EBITDA-Marge wohl auf dem Niveau von 2025 verharren wird. An der Börse zeigten sich Analysten und Anleger enttäuscht.

Leicht positiv wurden Geschäftszahlen und Ausblick von Anheuser-Busch Inbev an der Börse gewertet. Der Budweiser-Hersteller zeigte sich zuversichtlich für ein fortgesetztes Gewinnwachstum im anstehenden Jahr, nachdem das Absatzvolumen bei Bier Ende 2025 weniger stark als erwartet zurückgegangen war. Der Kurs stieg um 5,6 Prozen.

Hellofresh stürzten um gut 7 Prozent ab. Der Essenslieferant verbuchte beim Umsatz für 2025 ein Minus von 11,8 Prozent. Die DZ Bank sieht eine hohe Unsicherheit über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei Hellofresh. Die unerwartet langsame Erholung im Bereich Fertiggerichte dürfte die Investorenstimmung belasten und zu sinkenden Gewinnschätzungen für das Jahr 2026 führen, progostizierten die Analysten.

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Index                    Schluss  Entwicklung in %  Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50           6.011,29             -0,4%               +4,2% 
Stoxx-50                5.152,53             -0,1%               +4,9% 
Stoxx-600                 618,52             -0,5%               +5,0% 
XETRA-DAX              24.852,69             -0,0%               +1,5% 
FTSE-100 London        10.472,11              k.A.               +4,6% 
CAC-40 Paris            8.340,56             +0,3%               +2,0% 
AEX Amsterdam             988,03             -2,1%               +6,1% 
ATHEX-20 Athen          6.010,47             +0,4%              +11,8% 
BEL-20 Bruessel         5.626,04             +0,6%              +10,2% 
BUX Budapest          130.202,21             +0,6%              +16,6% 
OMXH-25 Helsinki        5.922,81             -2,2%               +6,2% 
ISE NAT. 30 Istanbul   14.180,48              k.A.              +22,4% 
OMXC-20 Kopenhagen      1.575,95             -1,8%               -0,2% 
PSI 20 Lissabon         9.025,65             -0,5%               +9,8% 
IBEX-35 Madrid         17.896,90             -0,8%               +4,7% 
FTSE-MIB Mailand       46.123,91             -0,8%               +3,5% 
OBX Oslo                1.768,36             +0,4%              +10,3% 
PX  Prag                2.711,85             -0,4%               +1,4% 
OMXS-30 Stockholm       3.123,65             -0,7%               +9,1% 
WIG-20 Warschau         3.417,49             +0,1%               +7,2% 
ATX Wien                5.704,88             -1,8%               +9,0% 
SMI Zuerich            13.529,92             -0,1%               +2,1% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Mi, 17:14 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1867        -0,1%     1,1875         1,1858   +1,1% 
EUR/JPY                    181,22        -0,4%     181,86         181,99   -1,3% 
EUR/CHF                    0,9133        -0,3%     0,9160         0,9160   -1,6% 
EUR/GBP                    0,8708        -0,1%     0,8715         0,8694   -0,1% 
USD/JPY                    152,71        -0,3%     153,14         153,47   -2,3% 
GBP/USD                    1,3627        +0,0%     1,3627         1,3639   +1,2% 
USD/CNY                    6,9265        -0,2%     6,9414         6,9428   -1,2% 
USD/CNH                    6,8978        -0,1%     6,9062         6,9146   -1,0% 
AUS/USD                    0,7093        -0,5%     0,7127         0,7111   +6,8% 
Bitcoin/USD             65.906,25        -2,2%  67.402,40      67.086,90  -23,7% 
 
ROHOEL                    zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   62,79        64,46      -2,6%          -1,67  +12,8% 
Brent/ICE                   67,61        69,40      -2,6%          -1,79  +14,2% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     4.954,51     5.083,70      -2,5%        -129,19  +17,7% 
Silber                      76,95        84,37      -8,8%          -7,42  +18,3% 
Platin                   1.704,81     1.805,03      -5,6%        -100,22   +3,0% 
Kupfer                       5,80         5,97      -2,7%          -0,16   +4,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

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