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18:12 Uhr, 17.04.2024

MÄRKTE EUROPA/Bodenbildung - Berichtssaison setzt Akzente

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FRANKFURT (Dow Jones) - Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Damit dauerte die Berg- und Talfahrt an den Börsen an, der übergeordnete Trend zeigt aktuell nach unten. Nachdem jüngst die Notenbankpolitik sowie die geopolitischen Spannungen die Impulse lieferten, kommt nun die Berichtssaison hinzu. Der DAX legte leicht auf 17.770 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 schloss 0,1 Prozent niedriger bei 4.914. Unter den Börsen in Europa legte Madrid 1 Prozent zu und profitierte von einem Kursanstieg um 6,1 Prozent bei Naturgy nach einem Übernahmeinteresse aus Abu Dhabi. Die Ölpreise gaben leicht nach, Brent notierte unter 90 Dollar das Barrel.

"Die Unsicherheit an den Börsen ist nach wie vor groß. Und solange unklar ist, ob der Konflikt zwischen Israel und dem Iran weiter eskalieren wird, wird das auch so bleiben", so QC Partners. Auffallend sei, dass trotz dieses geopolitischen Risikos nur sehr zaghaft Absicherungspositionen eingegangen würden. "Die Anleger gehen aktuell davon aus, dass die geopolitischen Risiken nicht eintreten werden und die Börsen aus eben diesem Grund schnell in den Rally-Modus zurückkehren werden", heißt es.

Am Abend steht dann der Konjunkturbericht der US-Notenbank im Blick, das so genannte Beige Book. Aufgrund der erhöhten Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Pfad der Fed dürfte das Beige Book von hohem Interesse sein.

   Adidas profitieren von Retro-Trend 

Adidas reagierten mit Aufschlägen von 8,6 Prozent auf einen guten Quartalsbericht. Die Metzler-Analysten sehen nach Adidas' vorläufigen Eckzahlen für das erste Quartal und der angehobenen Prognose für das Gesamtjahr "Raum für weitere Gewinnsteigerungen". Denn die Zahlen zeigten, dass das Umsatzwachstum weitgehend organisch sei. Für die Analysten der DZ Bank ist klar, dass Adidas vor allem von einer hohen Nachfrage nach den Retro-Schuhmodellen Samba, Gazelle und Co. profitiert habe.

Für Continental ging es dagegen nach den schwachen Zahlen zum ersten Quartal kräftig um 5,5 Prozent nach unten. "Die Erwartungen waren niedrig, aber nicht so niedrig", heißt es bei Jefferies. In allen drei Geschäftsbereichen - Automotive, Tires und Contitech - wurden sowohl die Umsatz- als auch Margenerwartungen des Marktes verfehlt.

Volvo schlossen dagegen 2,0 Prozent höher. Nettogewinn und Marge lagen über den Erwartungen. Während das Geschäft in Nordamerika und in Brasilien weiter gut läuft, hat Volvo die Prognose für Indien leicht heruntergenommen. Der Konzern spricht aber auch von einer Normalisierung des Geschäfts und hat deshalb die Produktionskapazitäten in Europa bereits heruntergefahren.

Im Luxussektor standen die Geschäftszahlen von LVMH im Schaufenster. Die Umsätze hätten die Erwartungen um 2 Prozent verfehlt, organisch allerdings die Erwartungen getroffen, hieß es bei der Citigroup. Nach der schwachen Kursentwicklung zuvor schien das zunächst zu genügen. Das Papier stieg um 2,8 Prozent. Burberry gewannen 1 Prozent, Richemont 3 und Moncler 2,3 Prozent.

   ASML drückt Techsektor 

Kennziffern und Ausblick von ASML (-6,7%) verfehlten die Markterwartungen teilweise deutlich. Die Bruttomarge von 51 Prozent lag zwar über der Prognose von 48,8 Prozent. Umsatz und besonders der Auftragseingang lagen aber unter den Prognosen. Bei Morgan Stanley hieß es zwar, der Gegenwind in diesem Jahr sei bekannt, der Markt konzentriere sich bereits auf das kommende und das übernächste Jahr. Für den schwachen Auftragseingang dürfte das aber nicht gelten. Der europäische Sub-Index der Technologiewerte verlor 2,8 Prozent, was den Gesamtmarkt im späten Handel sichtbar belastete.

Nach einem schwächeren Zwischenbericht ging es für Just Eat Takeaway gleich um 4,4 Prozent nach unten. Zum einen lastet der harte Wettbewerb in der Branche auf dem Geschäft, zudem ist weiterhin unklar, ob ein teilweiser oder vollständiger Verkauf von Grubhub über die Bühne ginge.

Der Einzug von Borussia Dortmund (+4,8%) ins Halbfinale der UEFA-Champions League nützt auch den Anlegern. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hob daraufhin nämlich die Erwartung für den Jahresüberschuss um 8 Millionen Euro auf 33 bis 43 Millionen an. Dortmund hatte im Viertelfinale Atletico Madrid im Rückspiel mit 4:2 besiegt und sich damit den ersten Halbfinaleinzug seit 2013 gesichert.

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Index                                 Schluss-  Entwicklung  Entwicklung    Entwicklung 
.                                        stand      absolut         in %           seit 
.                                                                         Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50                         4.914,13        -2,86        -0,1%          +8,7% 
Stoxx-50                              4.326,92        -0,03        -0,0%          +5,7% 
Stoxx-600                               498,52        +0,31        +0,1%          +4,1% 
XETRA-DAX                            17.770,02        +3,79        +0,0%          +6,1% 
FTSE-100 London                       7.847,99       +27,63        +0,4%          +1,1% 
CAC-40 Paris                          7.981,51       +48,90        +0,6%          +5,8% 
AEX Amsterdam                           865,35        -9,32        -1,1%         +10,0% 
ATHEX-20 Athen                        3.311,98       +15,19        +0,5%          +6,1% 
BEL-20 Bruessel                       3.794,57        -2,35        -0,1%          +2,3% 
BUX Budapest                         66.115,42      +686,43        +1,0%          +9,1% 
OMXH-25 Helsinki                      4.379,89        -6,09        -0,1%          -2,0% 
ISE NAT. 30 Istanbul                 10.279,04       -28,87        -0,3%         +28,2% 
OMXC-20 Kopenhagen                    2.615,93        +2,52        +0,1%         +14,6% 
PSI 20 Lissabon                       6.224,16       +10,25        +0,2%          -2,5% 
IBEX-35 Madrid                       10.633,90      +107,00        +1,0%          +5,3% 
FTSE-MIB Mailand                     33.632,71      +238,86        +0,7%         +10,2% 
OBX Oslo                              1.261,57        +5,94        +0,5%          +5,7% 
PX  Prag                              1.547,54        +0,55        +0,0%          +9,4% 
OMXS-30 Stockholm                     2.505,27       +13,52        +0,5%          +4,5% 
WIG-20 Warschau                       2.432,32       +39,82        +1,7%          +3,8% 
ATX Wien                              3.507,97       +10,57        +0,3%          +1,7% 
SMI Zuerich                          11.231,83       +35,16        +0,3%          +0,8% 
*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag 
 
 
Rentenmarkt              zuletzt                    absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       2,47                      -0,02      -0,11 
US-Zehnjahresrendite        4,61                      -0,06      +0,73 
 
DEVISEN                  zuletzt        +/- %  Di, 8:06 Uhr  Di, 17:20   % YTD 
EUR/USD                   1,0637        +0,2%        1,0609     1,0630   -3,7% 
EUR/JPY                   164,41        +0,1%        164,03     164,27   +5,7% 
EUR/CHF                   0,9703        +0,1%        0,9687     0,9702   +4,6% 
EUR/GBP                   0,8561        +0,2%        0,8536     0,8545   -1,3% 
USD/JPY                   154,55        -0,1%        154,56     154,53   +9,7% 
GBP/USD                   1,2426        -0,0%        1,2430     1,2441   -2,3% 
USD/CNH (Offshore)        7,2550        -0,1%        7,2603     7,2632   +1,8% 
Bitcoin 
BTC/USD                60.270,64        -5,9%     63.894,62  62.314,39  +38,4% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settlem.         +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  83,18        85,36         -2,6%      -2,18  +14,5% 
Brent/ICE                  87,98        90,02         -2,3%      -2,04  +14,8% 
GAS                               VT-Settlem.                  +/- EUR 
Dutch TTF                 31,795        33,50         -5,1%      -1,71  -13,6% 
 
METALLE                  zuletzt       Vortag         +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             2.380,72     2.382,45         -0,1%      -1,73  +15,4% 
Silber (Spot)              28,38        28,10         +1,0%      +0,28  +19,4% 
Platin (Spot)             944,96       961,50         -1,7%     -16,54   -4,7% 
Kupfer-Future               4,36         4,30         +1,3%      +0,06  +11,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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