MÄRKTE EUROPA/Anleger vorsichtiger - Konsolidierung auf hohem Niveau
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DOW JONES--Die europäischen Börsen haben am Mittwoch etwas leichter geschlossen. Rein technisch galt der Markt nach der Aufwärtswelle der vergangenen vier Wochen bereits als überkauft. Ein "Luftholen" innerhalb eines Trends wird an der Börse positiv interpretiert. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 25.286 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 6.005 Punkte nach unten. Der Euro notierte wenig verändert bei 1,1660 Dollar, während die Anleihen etwas fester tendierten. Bei den Edelmetallen stach Silber mit einem Plus von über 5 Prozent heraus. Mit Kursen von über 90 Dollar je Unze legte es dieses Jahr bereits 20 Prozent zu. Die Ölpreise stiegen, den Grund lieferten zunehmende Sorgen über mögliche US-Maßnahmen im Iran und das Risiko von Lieferunterbrechungen in der Region.
Die US-Daten lieferten am Nachmittag kaum Impulse. Die starken Einzelhandelsumsätze vom November ruhen auf einer schmalen Basis und werden von einkommensstarken Haushalten angetrieben, die einen Teil ihrer jüngsten Vermögenszuwächse ausgeben, so Michael Pearce, Chefvolkswirt für die USA bei Oxford Economics.
Hohe Erwartung an US-Berichtssaison birgt Risiko
Die US-Berichtssaison ist gestartet und wird in den kommenden Wochen die Impulse für die Risikobereitschaft der Anleger liefern. Für den S&P-500 haben Analysten ihre Gewinnschätzungen in den vergangenen Wochen mehrheitlich nach oben korrigiert. "Der Markt rechnet mit einem Gewinnwachstum von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatzplus von 7,7 Prozent. Sollte das eintreten, wäre dies das zehnte Quartal in Folge mit Zuwächsen bei beiden Kennzahlen", hieß es bei CMC. Interessant sei, dass die Zahl der von den Unternehmen selbst veröffentlichten positiven Prognosen ähnlich hoch sei wie die der negativen. Dies sei ungewöhnlich, da Gewinnwarnungen und Prognosesenkungen in der Regel deutlich häufiger vorgenommen würden.
In Europa zogen derweil die Aktien der Versorger um 1 Prozent an, im DAX ging es für die RWE-Aktie um 2,3 Prozent nach oben. Der Konzern hat einen Anteil an dem britischen Windprojekt Norfolk an KKR verkauft. "Das kommt gut an", so ein Marktteilnehmer. Zudem wurden bei der jüngsten Windstrom-Auktion in Großbritannien Abnahmeverträge für insgesamt fünf Offshore-Entwicklungsprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt gewonnen.
Fresenius Medical Care (FMC) notierten dagegen sehr schwach. Der Kurs fiel um 6 Prozent. "Offensichtlich drücken die Aussagen von einer Health-Care-Konferenz in San Francisco", so ein Händler. JP Morgan hat FMC mit "Underweight" bestätigt, die Analysten sprachen von einem "Übergangsjahr" 2026. Das Jahr stehe unter dem Einfluss der Einführung des 5008x-Systems, dabei liefen die Kosten den Vorteilen voraus.
Der Sektor der Gesundheitswerte stellte in Europa mit plus 1,1 Prozent einen der Gewinner. Bayer zogen kräftig um 7 Prozent an. Grund waren laut Händlern positive Aussagen zur Margenentwicklung. "Diese sollen im Pharmabereich deutlich zulegen", so ein Händler. So soll die operative Marge bis 2030 auf 30 Prozent steigen, die Markterwartung liege hier deutlich darunter. Orion Oyi legten mit einem überzeugenden Ausblick um gleich 12 Prozent zu, während Ipsen (+6,9%) neue Daten vorlegte, die das Bestreben des Unternehmens unterstreichen, bestehende Versorgungslücken bei neurologischen Erkrankungen zu schließen.
Der Sektor der Medienunternehmen handelte 1,7 Prozent tiefer - belastet von Pearson mit minus 9,5 Prozent. Der Zwischenbericht des Unternehmens lieferte nicht die von Anlegern erhoffte Beruhigung in Bezug auf die Künstliche Intelligenz (KI), urteilte Analyst Dan Coatsworth von AJ Bell. Das Bildungsunternehmen müsse Anleger davon überzeugen, dass KI eher eine Chance als eine Bedrohung darstelle, meint er. "In einem Umfeld wachsender Besorgnis über das Potenzial der KI, das Geschäft von Pearson zu stören, bot die jüngste Erklärung nicht die Beruhigung, nach der Anleger suchten."
Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 6.005,05 -0,4% +4,1% Stoxx-50 5.116,59 +0,1% +4,0% Stoxx-600 611,56 +0,2% +3,1% XETRA-DAX 25.286,24 -0,5% +3,8% FTSE-100 London 10.137,35 k.A. +1,9% CAC-40 Paris 8.330,97 -0,2% +2,4% AEX Amsterdam 996,75 -0,0% +4,8% ATHEX-20 Athen 5.628,95 +0,6% +4,6% BEL-20 Bruessel 5.302,37 +1,0% +3,4% BUX Budapest 120.651,59 +1,5% +7,1% OMXH-25 Helsinki 5.867,30 +1,3% +1,5% ISE NAT. 30 Istanbul 12.369,89 k.A. +10,0% OMXC-20 Kopenhagen 1.757,98 +0,4% +8,9% PSI 20 Lissabon 8.567,52 +0,1% +3,6% IBEX-35 Madrid 17.695,70 +0,0% +2,2% FTSE-MIB Mailand 45.647,40 +0,3% +1,8% OBX Oslo 1.639,20 +0,7% +1,9% PX Prag 2.734,99 -0,3% +2,2% OMXS-30 Stockholm 2.983,91 +0,0% +3,5% WIG-20 Warschau 3.268,94 -0,4% +3,0% ATX Wien 5.431,40 +0,4% +1,6% SMI Zuerich 13.464,84 +0,7% +0,7% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 20:40 Uhr % YTD EUR/USD 1,1653 +0,1% 1,1645 1,1648 -0,9% EUR/JPY 184,32 -0,5% 185,31 185,36 +0,6% EUR/CHF 0,9311 -0,2% 0,9327 0,9328 +0,2% EUR/GBP 0,8670 -0,1% 0,8674 0,8672 -0,6% USD/JPY 158,18 -0,6% 159,13 159,13 +1,5% GBP/USD 1,3441 +0,1% 1,3423 1,3432 -0,3% USD/CNY 7,0072 -0,0% 7,0076 7,0094 -0,3% USD/CNH 6,9706 -0,1% 6,9745 6,9747 -0,0% AUS/USD 0,6678 -0,2% 0,6689 0,6681 +0,2% Bitcoin/USD 97.488,75 +1,9% 95.666,20 94.004,60 +6,6% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 61,73 61,15 +0,9% 0,58 +6,3% Brent/ICE 66,19 65,47 +1,1% 0,72 +7,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.612,17 4.586,75 +0,6% 25,42 +6,2% Silber 90,81 86,95 +4,4% 3,87 +21,9% Platin 2.044,31 1.997,66 +2,3% 46,65 +13,9% Kupfer 6,02 6,02 +0,1% 0,01 +5,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr)
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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