MÄRKTE ASIEN/Risk on - Indien profitiert von US-Zollabkommen
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DOW JONES--Nach dem Rücksetzer am Vortag infolge der Schwäche bei den Technologiewerten geht es an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag bereits wieder steil nach oben. Damit ist die Delle vom Wochenstart ausgebügelt. Mit Blick auf die Vorgaben der Wall Street gehen die Investoren stärker ins Risiko. Technologiewerte, die am Vortag noch gemieden wurden, wie zum Beispiel SK Hynix (+8,8%), schießen nach oben und ziehen den südkoreanischen Leitindex Kospi mit sich. Schlagzeilen kommen derweil aus Indien und Australien. Indien als bevölkerungsreichstes Land der Welt hat nun auch ein Handelsabkommen mit den USA, nachdem jüngst eins mit Europa vermeldet wurde. Beide Länder hatten sich am Montagabend (MEZ) auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die USA werden die reziproken Zölle auf Waren aus Indien auf 18 Prozent von bislang 25 Prozent reduzieren, wie US-Präsident Donald Trump auf Truth Social mitteilte.
Das angekündigte Handelsabkommen zwischen den USA und Indien sollte eher als mittelfristig strukturell positiv und nicht als kurzfristiger Katalysator angesehen werden, schreibt Uttam Kumar Srimal von Axis Securities. "Eine nachhaltige Umsetzung [des Abkommens] könnte die Wettbewerbsfähigkeit der indischen Exporte, die Fertigungstiefe und die globale Integration erheblich verbessern", so der stellvertretende Leiter des Fundamental Research. "Investoren sollten sich auf Unternehmen mit starkem US-Engagement, skalierbaren Fertigungskapazitäten, Stärke bei der Einhaltung regulatorischer Vorschriften und widerstandsfähigen Bilanzen konzentrieren, um die Chance voll zu nutzen", sagt er. Sektoren wie Textilien, Chemie, Pharmazeutika, Automobilzulieferer, IT-Dienstleistungen und ausgewählte Industrieunternehmen dürften von einem verbesserten Marktzugang, einer Rationalisierung der Zölle und einer größeren Sicherheit in der Lieferkette profitieren, fügte der Analyst hinzu. An der Börse in Bombay geht es für den Nifty-50 um knapp 3 Prozent nach oben.
RBA hebt mit Blick auf Inflation Leitzinsen an
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen um 25 Basispunkte auf nun 3,85 Prozent angehoben und ihre Entscheidung mit hawkishen Kommentaren versehen, die auf eine weitere Zinserhöhung im Mai nach der Veröffentlichung der Daten zu den Verbraucherpreisen für das erste Quartal hindeuten. Die RBA wies auf eine starke private Nachfrage und Kapazitätsengpässe hin, die die Inflation voraussichtlich für "einige Zeit" hoch halten dürften. Die jüngste Entscheidung macht eine im August vorgenommene Senkung rückgängig und wird die Debatte über übermäßige Ausgaben der Bundesstaaten und der Bundesregierung in einer durch schwaches Produktivitätswachstum gelähmten Wirtschaft anheizen. Die Börse in Sydney schloss sich dem positiven Trend der Region an, gestützt durch Bergbau- und Technologiewerte, obwohl Energietitel nach einem erneut starken Verfall der Rohölpreise hinterherhinkten. Mit den Notierungen für Öl ging es seit dem Vortag deutlicher nach unten, hier lieferte die Entspannung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran den Impuls.
Für den Nikkei geht es in Tokio um gleich 3,3 Prozent nach oben, wobei die Aktien der Chiphersteller und Großbanken nach den soliden Vorgaben der Wall Street kräftig zulegen.
Die anfängliche Stärke in Hongkong kühlte sich im Laufe des Vormittags ab - goldnahe Titel konnten einen Teil der Verluste vom Montag wettmachen, während Immobilien- und Konsumwerte Mühe hatten, ihr Momentum zu halten. Chinas Immobilienbranche ist noch nicht über den Berg, schreibt der Daiwa-Analyst William Wu. Die Vertragsverkäufe der 100 größten Bauträger des Landes hätten ihren Rückgang im Januar fortgesetzt, der sich im Februar angesichts der bevorstehenden Neujahrsfeiertage wahrscheinlich noch ausweiten werde, so der Analyst. Schwächere Daten könnten die chinesischen Behörden jedoch dazu veranlassen, in naher Zukunft Konjunkturmaßnahmen auf den Weg zu bringen, obwohl der Umfang etwaiger zusätzlicher Maßnahmen wahrscheinlich begrenzt sein dürfte, merkt er an. Daiwa stuft den chinesischen Immobiliensektor mit "Neutral" ein und bevorzugt China Resources Land.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Ende S&P/ASX 200 (Sydney) 8.872,00 +1,1% +1,8% 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 54.720,64 +3,9% +5,9% 07:00 Kospi (Seoul) 5.230,00 +5,7% +24,1% 07:30 Shanghai-Comp. 4.034,89 +0,5% +3,8% 08:00 Hang-Seng (Hongk.) 26.739,11 -0,1% +6,9% 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 08:44 % YTD EUR/USD 1,1809 0,2 1,1791 1,1857 +0,9% EUR/JPY 183,58 0,1 183,42 183,56 -0,1% EUR/GBP 0,8627 -0,0 0,8627 0,8667 -0,7% GBP/USD 1,3689 0,2 1,3666 1,3681 +1,6% USD/JPY 155,46 -0,1 155,56 154,81 -0,9% USD/KRW 1.449,37 -0,3 1.453,64 1.459,50 +0,7% USD/CNY 6,9626 -0,1 6,9662 6,9725 -0,7% USD/CNH 6,9360 -0,1 6,9435 6,9506 -0,3% USD/HKD 7,8128 0,0 7,8114 7,8097 +0,4% AUD/USD 0,7011 0,9 0,6948 0,6936 +4,1% NZD/USD 0,6035 0,6 0,5998 0,6006 +4,4% BTC/USD 78.366,00 -0,4 78.697,70 76.453,60 -12,8% ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 61,83 62,14 -0,5% -0,31 +14,2% Brent/ICE 65,93 66,30 -0,6% -0,37 +16,1% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.823,85 4.660,78 +3,5% +163,07 +13,2% Silber 83,45 79,087 +5,5% +4,37 +19,8% Platin 1.828,89 1.799,68 +1,6% +29,21 +4,4% Kupfer 5,89 5,83 +1,1% +0,06 +3,3% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags (Angaben ohne Gewaehr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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