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06:29 Uhr, 24.03.2026

MÄRKTE ASIEN/Leichte Erholung mit widersprüchlichen Aussagen zum Iran-Krieg

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DOW JONES--Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgt am Dienstag an den asiatischen Aktienmärkten für eine leichte Erholung von den teils heftigen Verlusten zu Wochenbeginn. Allerdings sind die Signale nicht eindeutig. So hatte am Vortag US-Präsident Donald Trump das Ultimatum gegen den Iran um fünf Tage verlängert und sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter. Gleichwohl nannte er den Namen des iranischen Vertreters nicht. Das iranische Außenministerium dementierte zudem die Gespräche laut dem staatlichen Sender IRIB.

Der Iran hatte auf das Ultimatum mit der Drohung reagiert, alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der Golfregion anzugreifen, was an den Börsen in Asien für einen Ausverkauf gesorgt hatte. Die Erholung fällt nun aufgrund der gegenteiligen Signale recht zurückhaltend aus. Das deutlichste Plus verzeichnet der Kospi in Seoul, für den es um 2,4 Prozent nach oben geht. Er hatte zu Wochenbeginn mit einem Absturz um 6,5 Prozent auch das stärkste Minus verzeichnet.

In Tokio legt der Topix um 1,5 Prozent zu. An den chinesischen Börsen steigt der Shanghai-Composite um 0,6 Prozent und der Hang-Seng-Index gewinnt 1,2 Prozent. In Australien, wo der Handel bereits beendet ist, schloss der S&P/ASX 200 mit einem Plus von 0,2 Prozent.

Die Ölpreise holen einen Teil des kräftigen Rückgangs vom Vortag wieder auf. Der Preis für 1 Barrel der Nordseesorte Brent war nach den Trump-Aussagen zwischenzeitlich unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen. Aktuell notiert er bei 104,08 Dollar, ein Plus von 4,1 Prozent. Zu Wochenbeginn hatte er im asiatischen Handel noch bei knapp 114 Dollar gelegen. Die Ölpreise dürften kurzfristig über 100 Dollar bleiben, was den Kriegsaufschlag und die Angebotsausfälle widerspiegelt, so ANZ Research. Obwohl die Preise in den kommenden Quartalen fallen würden, falls der Konflikt im März endet, geht ANZ nicht davon aus, dass der Ölpreis in die frühere Spanne von 60 bis 70 Dollar pro Barrel zurückkehren wird. ANZ erwartet, dass die Ölpreise im Jahr 2026 im Durchschnitt über 90 Dollar pro Barrel liegen werden.

Die Verbraucherpreise in Japan sind im Februar um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und damit unter der Prognose einer Zunahme um 1,7 Prozent geblieben. Die Verbraucherinflation hat sich stärker als erwartet abgeschwächt, aber dies dürfte nicht von Dauer sein, meint Stefan Angrick von Moody's Analytics. Staatliche Unterstützung sei ein Schlüsselfaktor für die Daten gewesen, die die Energiepreise gedämpft habe. Auch in den meisten anderen Kategorien habe sich die Inflation verlangsamt, was darauf hindeute, dass der Kostendruck nachgelassen habe. Der Nahost-Konflikt stelle jedoch ein erhebliches Risiko dar. Stark steigende Öl- und Gaspreise könnten ab März zu einem Anstieg der Energiekosten führen, und eine erneute Abwertung des Yen sei ein zusätzliches Problem. Die Unsicherheit werde die Bank of Japan vorerst in der Warteschleife halten, ebenso wie die Entwicklung der Löhne, so Angrick.

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INDEX                       zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.379,40   +0,2       -3,8            6:00 
Topix 500 (Tokio)          2.761,20   +1,5       +3,8            7:00 
Kospi (Seoul)              5.533,67   +2,4      +31,3            7:30 
Hang-Seng (Hongkong)      24.684,75   +1,2       -3,7            9:00 
Shanghai-Composite         3.834,33   +0,6       -3,4            8:00 
Straits-Times (Singapur)   4.851,49   +0,2       +4,4           10:00 
IDX Comp. (Indonesien)     7.106,84   +1,2      -17,8            9:00 
KLCI (Malaysia)            1.706,30   -0,8       +1,6            9:00 
 
DEVISEN                     zuletzt  +/- %       0:00       Mo, 08:24  % YTD 
EUR/USD                      1,1580   -0,3     1,1612          1,1527   -1,4 
EUR/JPY                      183,83   -0,1     183,97          183,88   -0,1 
EUR/GBP                      0,8645   +0,0     0,8643          0,8674   -0,8 
USD/JPY                      158,73   +0,2     158,43          159,48   +1,3 
USD/KRW                    1.499,10   +0,8   1.486,70        1.514,32   +4,1 
USD/CNY                      6,8931   +0,2     6,8807          6,9077   -1,4 
USD/CNH                      6,8960   +0,2     6,8834          6,9119   -1,1 
USD/HKD                      7,8347   +0,0     7,8333          7,8271   +0,7 
AUD/USD                      0,6964   -0,6     0,7008          0,6951   +4,4 
NZD/USD                      0,5825   -0,6     0,5857          0,5793   +1,2 
BTC/USD                   70.208,23   -1,0  70.900,10       67.759,06  -19,9 
 
ROHÖL                       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                     91,55   +3,9       3,42           88,13 
Brent/ICE                    104,08   +4,1       4,14           99,94 
 
Metalle                     zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                       4.341,68   -1,5     -64,09        4.405,77 
Silber                        66,69   -3,5      -2,45           69,13 
Platin                     1.840,35   -2,2     -41,15        1.881,50 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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