Lyn Alden: "Ich glaube nicht, dass irgendetwas kommen wird, um Bitcoin zu retten"
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Bitcoin erlebt laut Lyn Alden die bislang schwächste Stimmungsphase dieses Marktzyklus. Die bekannte Makroökonomin und Bitcoin-Analystin sieht derzeit keinen externen Katalysator, der den Markt kurzfristig retten könnte. Stattdessen müsse Bitcoin wieder aus eigener Kraft überzeugen.
“Ich glaube nicht, dass irgendetwas kommt, um Bitcoin zu retten”, sagte Alden in einem Interview mit Natalie Brunell. Der langfristige Erfolg des Assets müsse aus den eigenen fundamentalen Eigenschaften entstehen: Bitcoin sei liquide, erlaubnisfrei und eigne sich dazu, Werte zu speichern und weltweit zu übertragen.
Ihre Aussagen fallen in eine Phase wachsender Unsicherheit. Erst in dieser Woche hatte Strategy bekannt gegeben, 3.588 Bitcoin im Wert von 216 Millionen US-Dollar verkauft zu haben. Der Verkauf soll zur Finanzierung von Dividenden auf die Vorzugsaktien des Unternehmens dienen.
Schlechteste Bitcoin-Stimmung des Zyklus
Alden zufolge unterscheidet sich die aktuelle Lage deutlich vom Bärenmarkt 2022. Damals fiel Bitcoin zwar zeitweise auf rund 16.000 US-Dollar, die Überzeugung vieler Bitcoin-Anhänger sei aber stärker gewesen als heute.
“Das ist die schlechteste Stimmung, die ich persönlich bei Bitcoin je gesehen habe”, sagte Alden. Als Gründe nannte sie unter anderem das Nachlassen großer Narrative, die stärkere Rolle von Unternehmen in diesem Zyklus und die Enttäuschung vieler Investoren über die bisherige Kursentwicklung.
Für das laufende Jahr rechnet Alden in ihrem Basisszenario daher nicht mit einem neuen Allzeithoch. Positiv wäre aus ihrer Sicht bereits, wenn Bitcoin keine neuen Tiefs mehr ausbildet und sich das technische Bild stabilisiert. Statt eines klaren Abwärtstrends wäre dann eine Seitwärtsbewegung mit leichtem Aufwärtsdrang denkbar. Mittel- und langfristig sieht Lyn Alden Bitcoin jedoch als starken Profiteur wachsender staatlicher Schuldenberge.
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