Analyse

K+S – Dividendenrendite 8 Prozent?

Es ist aus fundamentaler Sicht schon eine bemerkenswerte Entwicklung, welche die K+S Aktie in den vergangenen Jahren genommen hat.

Erwähnte Instrumente

  • K+S Aktiengesellschaft
    ISIN: DE000KSAG888Kopiert
    Kursstand: 22,230 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • K+S Aktiengesellschaft - WKN: KSAG88 - ISIN: DE000KSAG888 - Kurs: 22,230 € (XETRA)

Ich bin persönlich kein Freund von volatilen Rohstoffwerten, doch muss auch ich anerkennen, wie gut K+S mittlerweile positioniert ist. Aus einem hoch verschuldeten Unternehmen ist mittlerweile ein bilanziell stabiler Wert mit großer Dividendenfantasie geworden.

Vom Pleitekandidat zur Cashcow

Lag die Nettoverschuldung von K+S im Jahr 2020 noch bei 3,3 Mrd. EUR, so wird für Ende 2022 ein Nettofinanzguthaben von über 500 Mio. EUR erwartet. In früheren Jahren, durchaus als Pleitekandidat verschrien, hat sich K+S dank der Preiserholung bei den Kalipreisen erfolgreich gemacht.

Im Jahr 2021 lag das Nettoergebnis bei 15,59 EUR pro Aktie. Für 2022 werden derzeit etwas über 6 EUR erwartet. Aber auch 2023 und 2024 sollen es laut Warburg Research jetzt noch über 3 EUR je Aktie sein. Das KGV wäre damit klar einstellig.

Warburg hat sich nun daran gemacht, auch die Cashflows näher zu analysieren. Der freie Cashflow von K+S soll unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Kalipreises von 525 USD je Tonne und dem deutlich gesunkenen Gaspreis bei rund 800 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 liegen. Im Jahr 2022 soll es ziemlich genau 1 Mrd. EUR gewesen sein.

Warburg rechnet jetzt damit, dass K+S für das vergangene Jahr eine Dividende von 1,75 EUR je Aktie ausschütten wird und im kommenden Jahr 1,10 EUR pro Aktie den Aktionären zufließen werden. Das KGV liegt bei 5,5 und 7,3 für die Jahre 2023 und 2024. Den fairen Wert errechnen die Analysten bei rund 30 EUR pro Aktie.

Fazit: K+S erscheint günstig bewertet. Anleger müssen bei der mittlerweile bilanziell sanierten Aktie aber hohe Schwankungen in Kauf nehmen. Die Aktie ist abhängig von Rohstoffpreisen und politischen Machtspielchen. Zudem ist der Gaspreis eine entscheidende Größe. Nur sehr spekulative Anleger wagen sich daher an die Papiere des Kaliproduzenten.

Schätzungen von Warburg Research

Jahr 2022e* 2023e* 2024e*
Umsatz in Mio. EUR 5703,00 5.005,00 4.536,00
Ergebnis je Aktie in EUR 6,14 3,97 3,01
KGV 4 6 7
Dividende je Aktie in EUR 0,20 1,75 1,10
Dividendenrendite 0,90 % 7,87 % 4,94 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

K+S Aktiengesellschaft
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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3.

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