Krypto-Wochenrückblick: Ethereum geht steil, Bitcoin tut sich schwer
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Die August-Daten fielen zweigeteilt aus. Die Jahresrate der Gesamtinflation verharrte erwartungsgemäß bei 3,4 %. Die Kernrate verlangsamte sich auf Jahressicht sogar auf 2,4 %, den niedrigsten Wert seit Anfang 2021. Im Monatsvergleich jedoch kletterte die Kerninflation um 0,3 % und übertraf damit die prognostizierten 0,2 %. Die annualisierte Drei-Monats-Kernrate zog von 1,64 % auf 1,97 % an, ein Hinweis auf wieder zunehmenden kurzfristigen Preisdruck.
Die Marktreaktion fiel eindeutig aus: Die Chancen auf eine Zinserhöhung stiegen auf über 85 %, Polymarket-Händler preisten 79 % ein. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen sprang auf 4,61 %. Der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh hatte bereits zwei Wochen zuvor gewarnt, die Notenbank könnte eingreifen müssen, sollte sich die Inflation nicht bald abschwächen. Auch die Energieseite verstärkte die Inflationssorgen. Dieselpreise erreichten mit rund 6 USD je Gallone einen Rekordwert, die Erzeugerpreise für Energie stiegen um 4,2 %, allein der Dieselanteil legte im Monatsvergleich um 24 % zu. Der Immobilienmarkt sendete dagegen Schwächesignale: Verkäufer überwogen Käufer im August um 58 %, der größte je gemessene Abstand, und das Angebot an Bestandsimmobilien erreichte mit 4,9 Monaten den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Zugleich beschleunigte sich der Lohnzuwachs auf 4,1 %. Diese Mischung aus anziehenden Energiepreisen, robustem Lohnwachstum und schwächerer Immobiliennachfrage lässt sich nur schwer auf einen geldpolitischen Nenner bringen. Das erklärt die Nervosität an den Kryptomärkten.
