KONTRON - Mögliches Übernahmeangebot überdeckt die Zahlen
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Doch die eigentliche Dynamik kommt derzeit von anderer Stelle: Der taiwanische Großaktionär Ennoconn bereitet offenbar den Schritt über die entscheidende 30-%-Schwelle vor und könnte damit ein Pflichtangebot auslösen. Für Kontron wird das Jahr 2026 damit nicht nur zu einem Test der operativen Neuausrichtung, sondern auch zu einer Frage der künftigen Eigentümerstruktur.
Im ersten Quartal steigerte der Linzer IoT-Spezialist den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 1,7 % auf 363,7 Mio. EUR. Der bereinigte Vorjahreswert lag bei 357,5 Mio. EUR. Herausgerechnet sind dabei die Entkonsolidierung des COM-Geschäfts mit 19,4 Mio. EUR sowie der Verkauf des IT-Services-Geschäfts in Ungarn und Bulgarien mit 8,6 Mio. EUR. Auf den ersten Blick fällt das Wachstum damit moderat aus. In den wichtigen Bereichen zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die Division Transportation legte um 27,8 % zu, Aerospace und Defense wuchs um 25,2 %. Kontron profitiert dort von steigenden Investitionen in Infrastruktur, Bahntechnik und Verteidigung.
Auch auf Ergebnisebene bleibt der Konzern robust. Das adjustierte EBITDA stieg auf vergleichbarer Basis leicht auf 46,1 Mio. EUR nach 45,3 Mio. EUR im Vorjahr. Berichtet lag das EBITDA allerdings nur bei 37,6 Mio. EUR, nachdem im Vorjahresquartal noch 48,0 Mio. EUR ausgewiesen worden waren. Belastet wurde das Ergebnis durch Restrukturierungsaufwendungen von 8,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Abbau von 339 Stellen. Das angepasste Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf 20,0 Mio. EUR, berichtet waren es 14,0 Mio. EUR nach 20,1 Mio. EUR im Vorjahr.
