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11:39 Uhr, 17.06.2026

Kommt MSC bei HAPAG-LLOYD zum Zug?

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MSC möchte nur zu gerne bei HAPAG-LLOYD einsteigen. Schon länger gibt man seine Ambitionen trotz allgemeinem Abwinken nicht auf. Die Hamburger Reederei ist durch einen Pakt der Ankeraktionäre geschützt. Jeweils 30 % des Kapitals halten der Unternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV. Ein Vertrag bindet beide Seiten, an ihrem Investment festzuhalten und mit einer Stimme zu sprechen. Der Pakt sollte ursprünglich 2026 auslaufen, wurde aber bis Ende 2030 verlängert. Zuversichtlich für seine Ambitionen könnten MSC nun Änderungen beim chilenischen Aktionär stimmen. Dort haben sich bei der Muttergesellschaft von CSAV (Quiñenco) die Machtverhältnisse geändert. Der langjährige Unternehmenschef Francisco Pérez Mackenna ist im Februar abgetreten, um chilenischer Außenminister zu werden. Seinem Nachfolger Macario Valdés Raczynsk liegt die Schifffahrt nicht am Herzen. Der heimliche Schutzpatron der Sparte, Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig, hat sich mittlerweile zurückgezogen und überlässt jüngeren Familienmitgliedern das Feld. MSC könnte womöglich mit einem attraktiven Kaufangebot den neuen Unternehmenschef dazu anregen, über den Anteil an HAPAG-LLOYD nachzudenken. Fielen die Chilenen, wären vielleicht auch die arabischen Großaktionäre aus Katar und Saudi-Arabien zum Verkauf bereit - beide zusammen besitzen 22,5 % an Hapag-Lloyd. Ein ganz schön großes "Was wäre wenn"... Die Aktie von HAPAG-LLOYD profitiert indes heute gewaltig von der Munkelei!

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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