Nachricht

„KI-Hedgefonds in einem Zertifikat“

Künstliche Intelligenz erobert die Welt und auch den Finanzbereich. Ein Startup, das sich dem Thema voll und ganz verschrieben hat ist Sub Capitals aus München. Ich sprach mit dem Gründer und CEO Marius Siegert.

***Update: Das Zertifikat jetzt in der Zeichnungsphase bis 21.04 ! ISIN DE000UBS5C21
Erste Preisstellung am 24.04.
Weiterführende Infos unter diesem Link.

Marius, Sub Capitals ist ein Fintech, das sich auf Investieren mit KI-Strategien fokussiert. Aktuell ist KI ein ganz großes Hypethema. Wie bist du überhaupt darauf gekommen und wie differenziert ihr euch von anderen, die zum Beispiel algorithmisches Trading anbieten?

Ich habe mich schon seit meinen ersten Tagen als Anleger an der Börse vor 10 Jahren für die Datenanalyse im Börsenkontext interessiert und anfangs vieles manuell gemacht. Mit der Zeit und Erfahrung kamen immer mehr Daten dazu, und dann notwendigerweise auch die Automatisierung, weil man es irgendwann nicht mehr anders handlen kann.

Es steckt vor allem viel Mathematik und Statistik dahinter, gekoppelt mit „Machine Learning“. Algos/Robo Advisors arbeiten mit relativ wenig Daten und sind statisch. Die Systeme können zumeist nicht lernen und sich auch nicht an neue Marktumfelder anpassen. Diese Produkte werden im Retail-Bereich angeboten, einige Investmentprofis arbeiten aber schon mit KI. Wir wollen KI nun für den Endkunden anwendbar machen, planen also sozusagen „KI für alle“.

Was für Daten analysiert ihr?

Wir arbeiten mit sehr viel Input, u.a. mit intraday Kurs- und Volumendaten zu circa 1.000 Indizes und Aktien, aber auch Textdaten aus über 100.000 Nachrichtenquellen. Hier kommt dann auch „Natural Language Processing“ ins Spiel, viele Leser werden ja inzwischen auch ChatGPT schon kennen, das den aktuellen Megahype ausgelöst hat.

Wir betrachten den Finanzmarkt als komplexes System. Die erwähnten Daten nutzen wir, um dieses komplexe System kurzfristig vorherzusagen bzw. zu modellieren. Ähnlich wie der bei der Wettervorhersage konzentrieren wir uns bei der Prognose auf die nächsten paar Tage. Allerdings sind wir bei der Prognose nicht so gut wie beim Wetter, aber es reicht uns eine Genauigkeit von über 50 %.

Das bedeutet, euer Ansatz ist rein kurzfristiger Natur. Welche Basiswerte handelt ihr?

Wir modellieren den Finanzmarkt als komplexes System anhand aller Inputs, die wir auswerten, und positionieren uns dann sehr kurzfristig, ja. Wir verfolgen dabei einen multistrategischen Ansatz und handeln Futures an der EUREX in Frankfurt auf EuroStoxx 50 und DAX 40 und in Chicago an der CME den Nasdaq 100.

Was ist aus Renditesicht das Besondere an eurem Ansatz ?

Wir erzielen auf Basis unserer KI-Prognosen (long und short) in etwa eine Trefferquote von 55 %, wobei wir ein Chance-Risiko-Verhältnis von etwa 1 in den Transaktionen haben. Damit erreichen wir eine marktunabhängige Rendite. Im nicht gerade erfreulichen Börsenjahr 2022 war das ein hoher einstelliger Prozentsatz, genaue Zahlen dürfen wir aus regulatorischen Gründen derzeit noch nicht nennen.

Ihr sprecht damit also Anleger an, die eine Beimischung in ihr Depot suchen, die auch dann läuft, wenn der Gesamtmarkt schlecht aussieht. Wie sieht es mit Outperformance aus?

Es ist nicht ausgeschlossen, aber nicht das Ziel, die Aktienindizes in bestimmten Jahren outzuperformen. Entscheidend ist die Unabhängigkeit von der Marktrendite – wir liefern quasi immer ab, aber es kann schon sein, dass der DAX mal in einem Jahr 30 % steigt, und wir nur bei 20 % landen.

Ihr plant den Launch eines Zertifikats für den „Massenmarkt“, das im April emittiert werden soll. Wie sind da die Rahmendaten, auch in Bezug auf die Gebühren?

Das Zertifikat wird bald in die Zeichnungsphase kommen und soll anfangs mit einem Spread von 0 % handelbar sein. Bei den Gebühren wollten wir getreu unserem Motto „KI für alle“ von dem abweichen, was Hedgefonds normalerweise nehmen – da gibt es die 2/20-Regel: 2 % Management Fee, 20 % Performance Fee. Das Sub Capitals Zertifikat wird mit einer Management Fee von 1,5 % p.a. und 10 % Performance Fee ausgestattet sein. Das Mindestinvestment wird nicht wie bei herkömmlichen Hedgefonds bei einigen Millionen Euro liegen, sondern ab 100 Euro möglich sein und damit für jeden Anleger erschwinglich sein.

Also eine Art „KI-Hedgefonds in einem Zertifikat“. Was plant ihr darüber hinaus noch?

Für Privatanleger vielleicht nur am Rande interessant, aber wir sind in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit bekannten Finanzinstitutionen bzgl. Verwaltung von Fonds mittels unserer KI-Lösung. Ferner wollen wir auch Asset-Managern die Möglichkeit anbieten, unsere Signale direkt umzusetzen. Vielleicht gibt das den Lesern ein besseres Gefühl dafür, dass es sich um vertrauenswürdige Ansätze handelt, die hier nicht öffentlich erstmals getestet werden. Wir wissen, dass es funktioniert und unsere Partner wissen das auch.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg!

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.subcapitals.com/

Sub Capitals betreut außerdem einen Desktop/Stream im stock3 Terminal: Hier klicken.

Offenlegung: Die stock3 AG ist an der Sub Capitals GmbH beteiligt

1 Kommentar

Sie wollen kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 PLUS-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen
  • Marius Siegert
    Marius Siegert Co-Founder & CEO | Sub Capitals GmbH

    Als kurze Info für diejenigen, die heute Schwierigkeiten hatten, das Produkt bei ihrem Broker zu zeichnen:

    Die UBS hat den Fehler behoben. Ab morgen Dienstag 9 Uhr sollte es möglich sein, unser Produkt bei fast allen Brokern in Deutschland zu zeichnen, die an die Börse Frankfurt & Stuttgart oder OTC an die UBS angebunden sind. Ab dem 24ten startet dann der Live-Handel.

    Danke für die Geduld.

    18:04 Uhr, 17.04.

Das könnte Sie auch interessieren

Über den Experten

Daniel Kühn
Daniel Kühn
Chefredakteur

Daniel Kühn ist seit 1996 aktiver Trader und Investor. Nach dem BWL-Studium entschied sich der vielseitig interessierte Börsen-Experte zunächst für eine Karriere als freier Trader und Journalist. Seit 2012 leitet Daniel Kühn die Redaktion von stock3 (vormals GodmodeTrader)
Besondere Interessenschwerpunkte des überzeugten Liberalen sind politische und ökonomische Fragen und Zusammenhänge, Geldpolitik, Aktien, Hebelprodukte, Edelmetalle und Kryptowährungen sowie generell neuere technologische Entwicklungen.

Mehr Experten