KI-Boom: Fondsmanager warnt vor Überinvestitionen bei Rechenzentren
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Ein erheblicher Teil fließt in Rechenzentren, Chips und die Energieversorgung für Künstliche Intelligenz. Klaus Kaldemorgen hält diese Ausgabenwelle für einen möglichen Schwachpunkt der Börsenhausse. Der langjährige DWS-Fondsmanager vergleicht in einem Interview mit der NZZ den KI-Ausbau mit dem Eisenbahnbau in den USA des 19. Jahrhunderts.
Seine These richtet sich ausdrücklich nicht gegen die langfristige Bedeutung von KI. Kaldemorgen erwartet vielmehr, dass Unternehmen zeitweise mehr Rechenkapazität aufbauen könnten, als sich wirtschaftlich sinnvoll nutzen lässt. "Ich denke, dass die Ausgaben für Rechenzentren schon deutlich früher zusammengestrichen werden, vielleicht in einem Jahr oder in zwei Jahren", sagt er im gemeinsamen Interview mit seinem Kollegen Christoph Schmidt.
Schmidt beurteilt die unmittelbare Lage weniger kritisch. Bislang sieht er einen starken Nachfrageüberhang bei Rechenleistung. Trotzdem haben beide Fondsmanager das Portfolio breiter aufgestellt. KI-Titel machen nach Schmidts Angaben nur rund ein Drittel des Aktienportfolios aus.
