Kommentar
12:40 Uhr, 15.10.2026

Keine EZB-Hilfe für Frankreich, sagt Mario Draghi

Französische Staatsanleihen sind unter Druck, unter anderem belasten hohe Schulden und ein massives Defizit im Haushalt. Dennoch dämpft der frühere EZB-Präsident Mario Draghi die Hoffnungen auf rasche Stützungskäufe durch die EZB. Drei ökonomische und politische Hürden blockieren derzeit einen Eingriff aus Frankfurt.

"Die Hürde liegt hoch", stellte Mario Draghi am Donnerstag auf dem New Economy Forum in Neu-Delhi klar. Im Gespräch mit Bloomberg erteilte der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) den Spekulationen auf eine baldige Marktintervention zugunsten Frankreichs eine deutliche Absage. Investoren hatten zuletzt vermehrt darauf gewettet, dass die Währungshüter dem zweitgrößten Euroland bei wachsendem Zinsdruck zur Seite springen würden. Nach Einschätzung des ehemaligen Notenbankchefs wird es eine solche Unterstützung aus Frankfurt jedoch vorerst nicht geben.

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