Analyse

JUNGHEINRICH – Es geht über den Atlantik!

Bislang war Jungheinrich in den USA nur schwach vertreten. Mit einer wichtigen Übernahme im Automatisierungsbereich geht der Spezialist für Flurförderfahrzeuge und Lagertechnik jetzt einen großen Schritt voran.

Erwähnte Instrumente

  • Jungheinrich AG
    ISIN: DE0006219934Kopiert
    Kursstand: 35,340 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Jungheinrich AG - WKN: 621993 - ISIN: DE0006219934 - Kurs: 35,340 € (XETRA)

Jungheinrich kauft für 375 Mio. USD, sowie einer flexiblen variablen Komponente, die Storage-Solutions-Gruppe. Die Transaktion wird über Barmittel und Fremdkapital finanziert und führt nicht zu einer Verwässerung der bestehenden Aktionäre.

Jungheinrich nutzt solide Bilanz

Damit nutzt Jungheinrich seine solide Bilanz und macht genau das, was ein Unternehmen in schwierigen Zeiten tun sollte. Es nutzt seine Finanzkraft und baut das Geschäft deutlich aus. Wichtig: Die Akquisition soll sich unmittelbar positiv auf den Gewinn und den freien Cashflow auswirken. Jungheinrich kauft sich also keinen Verlustbringer ein. Die Größe dürfte ebenfalls überschaubar sein und gut zu integrieren.

Jungheinrich ist in den Vereinigten Staaten bislang nur schwach repräsentiert. Das Unternehmen war vorrangig in Europa und in Asien unterwegs. Mit der Übernahme ändert sich das jetzt. Der Markt für Lagerautomatisierung in den USA wachse rasant, heißt es.

Storage Solutions wurde 1978 gegründet und setzt rund 290 Mio. USD um. Die bereinigte EBIT-Marge liegt bei 12 Prozent. Zu den Kunden zählen u. a. FedEx, Dollar Tree, wayfair, Nestlé und ABB. Das Unternehmen wächst seit einigen Jahren stets zweistellig. Arbeitskräftemangel und steigende Kosten treiben die Nachfrage nach Automatisierungslösungen stetig an.

Es klingt wie der perfekte Fit für Jungheinrich. Der Kaufpreis ist überschaubar, das Unternehmen erzielt hohe Margen und Cashflows. Ein weißer Fleck auf der Landkarte kann ab sofort aus einer starken Position heraus bearbeitet werden. Die Investitionen von Storage Solutions betragen weniger als 1 Prozent des jährlichen Umsatzes und die Umwandlungsrate beim freien Cashflow liegt bei 95 Prozent. Jungheinrich ist nach der Transaktion immer noch mit weniger als dem einfachen EBITDA verschuldet.

Fazit: Chapeau an Jungheinrich, diese Akquisition klingt mal richtig gut. Ich bin privat investiert und bleibe es auch. Im Musterdepot „Deutsche Aktien“ führen wir seit einem Kurs von 22,88 EUR ebenfalls eine Position.

Schätzungen noch ohne die Übernahme / Closing geplant für zweites Quartal

Jahr 2022e* 2023e* 2024e*
Umsatz in Mio. EUR 4701,00 4.732,00 4.940,00
Ergebnis je Aktie in EUR 2,46 2,52 2,80
KGV 14 14 13
Dividende je Aktie in EUR 0,65 0,70 0,75
Dividendenrendite 1,86 % 2,00 % 2,14 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Jungheinrich AG
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Der Autor hält Aktien von Jungheinrich.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Jungheinrich AG (long)

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3.

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