Kommentar
13:42 Uhr, 07.01.2026

JPMorgan ersetzt Stimmrechtsberater komplett durch KI!

Die Vermögensverwaltung von JPMorgan Chase vollzieht einen Bruch, wie ihn die Finanzbranche bislang selten erlebt hat.

Wie das Wall Street Journal berichtet, kappt der weltgrößte Vermögensverwalter mit sofortiger Wirkung sämtliche Verbindungen zu externen Stimmrechtsberatern und stellt die Abstimmung auf Hauptversammlungen vollständig auf ein internes, KI-gestütztes System um. Das ist kein technisches Update, sondern ein Schritt, der das Geschäftsmodell einer ganzen Industrie infrage stellt.

JPMorgan verwaltet mehr als 7 Bio. USD an Kundenvermögen und ist damit gezwungen, jedes Jahr über Tausende Aktionärsbeschlüsse abzustimmen. Künftig soll diese Aufgabe vollständig über eine hauseigene Plattform mit dem Namen "Proxy IQ“ laufen. Das System steuert nicht nur die operative Stimmabgabe, sondern wertet zugleich Daten aus mehr als 3.000 Hauptversammlungen aus und erstellt darauf basierend Abstimmungsempfehlungen für Portfoliomanager. Die klassischen Funktionen externer Proxy Adviser werden damit vollständig ersetzt. Negativ betroffen ist hierzulande speziell die Deutsche Börse AG mit ihrer Tochter ISS. Die Tochter wurde 2020 für rund 2 Mrd. EUR Unternehmenswert gekauft.

Ein industriepolitischer Einschnitt

Jetzt weiterlesen mit stock3 Plus

Mit Code STARTPLUS 1. Monat gratis!
1. Monat für
0,00 € 14,99 €

Deine Vorteile:

  • Freier Zugriff auf alle Artikel – auch mobil mit der stock3 App
  • Exklusive Trading-Setups & Investmentideen
  • Monatlich kündbar
Jetzt gratis testen
Nach kostenlosem Testmonat 14,99 € mtl. inkl. MwSt., jederzeit kündbar