JPMorgan ersetzt Stimmrechtsberater komplett durch KI!
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Wie das Wall Street Journal berichtet, kappt der weltgrößte Vermögensverwalter mit sofortiger Wirkung sämtliche Verbindungen zu externen Stimmrechtsberatern und stellt die Abstimmung auf Hauptversammlungen vollständig auf ein internes, KI-gestütztes System um. Das ist kein technisches Update, sondern ein Schritt, der das Geschäftsmodell einer ganzen Industrie infrage stellt.
JPMorgan verwaltet mehr als 7 Bio. USD an Kundenvermögen und ist damit gezwungen, jedes Jahr über Tausende Aktionärsbeschlüsse abzustimmen. Künftig soll diese Aufgabe vollständig über eine hauseigene Plattform mit dem Namen "Proxy IQ“ laufen. Das System steuert nicht nur die operative Stimmabgabe, sondern wertet zugleich Daten aus mehr als 3.000 Hauptversammlungen aus und erstellt darauf basierend Abstimmungsempfehlungen für Portfoliomanager. Die klassischen Funktionen externer Proxy Adviser werden damit vollständig ersetzt. Negativ betroffen ist hierzulande speziell die Deutsche Börse AG mit ihrer Tochter ISS. Die Tochter wurde 2020 für rund 2 Mrd. EUR Unternehmenswert gekauft.
