JPMorgan entdeckt diese deutsche Cashflowperle für sich
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
- VerkaufenKaufen
- Fuchs SE Vz - WKN: A3E5D6 - ISIN: DE000A3E5D64 - Kurs: 38,320 € (XETRA)
- Fuchs SE - WKN: A3E5D5 - ISIN: DE000A3E5D56 - Kurs: 30,250 € (XETRA)
Die US-Bank nimmt die Fuchs-Petrolub-Aktie neu in die Coverage auf, stuft die Fuchs-Petrolub-Aktie mit "Overweight“ ein und setzt das Kursziel auf 49 EUR für die Aktie fest. Der Reiz liegt weniger im Wachstumstempo als in der Verlässlichkeit der Zahlen.
JPMorgan hebt vor allem die Ertragsqualität hervor. Für 2026 erwarten die Analysten einen freien Cashflow von rund 51 % des EBITDA. Die Kapitalrendite nach Steuern inklusive Goodwill soll bei etwa 16 % liegen. In einem europäischen Chemiesektor, der seit Jahren von Nachfrageschwäche, Kosteninflation und strukturellen Unsicherheiten geprägt ist, wirkt dieses Profil beinahe altmodisch stabil. Fuchs ist mit rund 2 % Marktanteil zwar nur die Nummer acht weltweit, bewegt sich aber in einem stark fragmentierten Markt, in dem Spezialisierung und Nähe zum Kunden mehr zählen als schiere Größe.
Solide Basis statt großer Versprechen
Strategisch punktet Fuchs aus Sicht von JPMorgan mit seiner Bilanz. Die Verschuldung ist gering, der finanzielle Spielraum groß genug, um gezielt kleinere Übernahmen zu stemmen, ohne die Ausschüttungsfähigkeit zu gefährden. Gerade deshalb bevorzugen die Analysten Spezialchemieanbieter gegenüber zyklischeren Massenproduzenten. Fuchs passe mit seinem fokussierten Geschäftsmodell und stabilen Margen gut in dieses Raster.
Dass die JPMorgan-Schätzungen für 2026 und 2027 um 1 bis 2 % unter dem Vara-Konsens liegen, trübt das Bild kaum. Die Abweichung erklären die Analysten vor allem mit vorsichtigeren Annahmen zu Währungseffekten. Diese seien am Markt weitgehend bekannt und entsprechend eingepreist. Überraschungen auf der Ergebnisseite erwartet JPMorgan daher weder nach oben noch nach unten.
Der eigentliche Charme der Aktie liegt für die Analysten in der Bewertung. Für 2026 und 2027 wird Fuchs mit dem 7,6- beziehungsweise 7,0-Fachen des erwarteten Unternehmenswert-zu-EBITDA gehandelt. Historisch lag das Multiple eher bei rund 10. Gleichzeitig stellen die Analysten Free-Cashflow-Renditen von 6 bis 7 % für die Jahre 2026 bis 2028 in Aussicht. Für Investoren, die Ertrag und Berechenbarkeit schätzen, ist das ein Argument.
Fazit: Privatanleger können besser noch bei der Fuchs-Stammaktie zugreifen, die nur bei rund 30 EUR notiert. Die Vorzugsaktie im MDAX ist mit 39 EUR deutlich teurer. Insgesamt bietet Fuchs eine defensive und runde Chemiestory auf einem attraktiven Bewertungsniveau. Kein Rennpferd, aber schon immer eine solide Depotbeimischung.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 3,55 | 3,64 | 3,78 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 2,31 | 2,49 | 2,69 |
| KGV | 17 | 15 | 14 |
| Dividende je Aktie in EUR | 1,21 | 1,28 | 1,35 |
| Dividendenrendite | 3,16% | 3,34% | 3,52% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|


Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.