Kommentar
09:26 Uhr, 12.05.2026

Jenoptik hat geliefert - 18 % in einer Woche

Auf die anstehenden Q1-Daten mit Chance auf eine Überraschung beim Auftragseingang hatten wir im der Bernecker daily vom 4. Mai verwiesen. Heute liefert Jenoptik wie avisiert starke Daten und knackt die 40-€-Marke.

Die Investitionsbereitschaft in Halbleiter- und Hochtechnologieanwendungen bleibt trotz makroökonomischer Unsicherheiten hoch. Besonders der Auftragseingang entwickelte sich bei Jenoptik deutlich besser als erwartet. Im ersten Quartal legte der Auftragseingang um massive 74 % auf 357 Mio. € zu und übertraf damit die Analystenschätzungen von rund 274 Mio. € um etwa 30 % und auch die von uns aviserten rd. 280 Mio. €. Treiber war vor allem das Segment „Semiconductor & Advanced Manufacturing“, das unter anderem von einem Großauftrag profitierte.

Auch das Geschäftsfeld Biophotonics überzeugte mit einer deutlich höheren Nachfrage. Sowohl die Medizintechnik- und Life-Science-Märkte als auch das Defense-Geschäft entwickelten sich dynamisch. Gerade der Verteidigungsbereich gewinnt für europäische Technologieunternehmen zunehmend an Bedeutung, nachdem zahlreiche NATO-Staaten ihre Budgets für moderne Sensorik-, Aufklärungs- und Präzisionssysteme erhöhen.

Auf der Umsatzseite fiel das Wachstum mit 241 Mio. € zwar erwartungsgemäß verhalten aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 1 %. Dennoch lag Jenoptik leicht über den Markterwartungen von 238 Mio. €. Deutlich stärker fiel die Ergebnisentwicklung aus: Das EBITDA sprang um 22,5 % auf 44,4 Mio. €, während sich die EBITDA-Marge von 14,9 auf starke 18,4 % verbesserte. Analysten hatten lediglich mit knapp 40 Mio. € gerechnet. Damit erfüllte sich auch unsere Erwartung bei der Profitabilität.

Jenoptik bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr und erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich sowie eine EBITDA-Marge von 19 bis 21 %. Angesichts des starken Auftakts und der Profitabilitätsfortschritte ist die Guidance auf der Umsatzseite eher konservativ zu sehen. Bei der Marge wird zunemend das obere Ende der Spanne realistisch.


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