Kommentar
16:59 Uhr, 28.08.2012

iSMS: Globale Rezession kommt zu 100%!

iSMS (Investors Social Media Sumup): Was prominente Investoren, Ökonomen und Börsenjournalisten twittern und bloggen...

Marc Faber

- [Link "Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession beträgt 100%" auf finance.yahoo.com/... nicht mehr verfügbar]

  • "Europa befindet sich bereits in einer Rezession. Deutschland wächst noch sehr, sehr leicht, aber wird wahrscheinlich auch bald in eine Rezession abrutschen.
  • Die US-Wirtschaft hat sich verlangsamt und ich rechne nicht mit viel Wachstum in den nächsten sechs bis zwölf Monaten.
  • Es wäre eine massive Bilanzausweitung notwendig, um die wirtschaftliche Aktivität in den USA anzukurbeln.
  • Das Zuführen von Liquidität und das Eingreifen von Fed und Finanzministerium mit fiskalischen Mitteln hat bereits zu einer Verarmung der US-Wirtschaft geführt.
  • Der Unternehmenssektor hat sich seit 2009 bemerkenswert erholt und wir haben Rekordgewinne. Aber die Unternehmensgewinne werden in den nächsten zwölf bis 18 Monaten enttäuschen."

- Haushaltsdefizit ist ein unüberwindbares Problem

"Das US-Haushaltsdefizit ist meiner Meinung nach ein unüberwindbares Problem. Es ist egal, wer im Weißen Haus sitzt. Die Republikaner werden ein Defizit von rund 1,3 Billionen Dollar im nächsten Jahr haben und die Demokraten werden es nur für etwas anderes ausgeben, aber das Defizit wird immer noch da sein. Das Defizit muss mit der Zeit weiter monetarisiert werden und irgendwann wird es eine Abwertung und einen Verlust an Kaufkraft geben, so wie es in den letzten zehn Jahren beziehungsweise seit Gründung der Federal Reserve geschehen ist. Papiergeld verliert also mit der Zeit an Wert, denn die Versuchung Geld zu drucken und ein Defizit zu haben ist besonders in Demokratien sehr stark, so dass ein Risiko von Hyperinflation besteht. Das Problem ist, dass man nicht genau weiß, wo das gedruckte Geld hinfließt. Es kann also zu Inflation in Indien, zu Inflation in China führen und irgendwann wird es auch zu Inflation in der westlichen Welt führen.““

- Edelmetalle schlagen Industrierohstoffe

"Persönlich positioniere ich mich auf dem Rohstoffmarkt, indem ich Edelmetalle kaufe und nicht Industrierohstoffe. Denn wenn sich die chinesische Wirtschaft mehr verlangsamt, als es derzeit wahrgenommen wird, dann wird die Nachfrage nach Industrierohstoffen offensichtlich schwächeln."

Bonus (älter, aber gut):

- Amerika produziert nur noch Prostituierte und Bier

"Die US-Regierung sendet jedem von uns einen Scheck über 600 Dollar. Wenn wir das Geld bei Wal-Mart ausgeben, fließt es an China. Wenn wir es ausgeben, um Benzin zu kaufen, geht es an die Araber. Wenn wir einen Computer kaufen, wird das Geld in Indien landen. Wenn wir Obst und Gemüse kaufen, freuen sich Mexiko, Honduras und Guatemala. Wenn wir ein gutes Auto kaufen, wird das Geld nach Deutschland fließen. Wenn wir nutzlosen Schrott kaufen, landet es in Taiwan. Nichts davon wird der amerikanischen Wirtschaft helfen. Man kann das Geld nur hier im Land behalten, wenn man es für Prostituierte und Bier ausgibt. Das sind die einzigen Produkte, die noch in den USA produziert werden."

Peter Schiff

- QE3 war niemals vom Tisch

"Meiner Meinung nach war QE3 niemals vom Tisch. Ich wusste immer, dass es eine sichere Sache ist. Es war nur eine Frage der Zeit. Aber jetzt kam die Fed heraus und hat eine Menge von Leuten mit ihrer Sprache überrascht. Im Wesentlichen hat sie gesagt: ‚Wenn wir nicht bald den Beweis einer nachhaltigen Erholung in der Wirtschaft sehen, werden wir handeln müssen‘. Und das einzige Tool in ihrem Arsenal ist es, Geld zu drucken und Bonds zu kaufen und die Wirtschaft mit den monetären Mitteln zu behandeln, die das Problem verursacht haben."

- Die eigentliche Schuldenkrise kommt noch

"Die eigentliche Schuldenkrise ist nicht diejenige, über die jeder besorgt ist in Europa, sondern diejenige, über die niemand besorgt ist in den USA."

Paul Krugman

- Goldene Instabilität

"Jeder der glaubt, dass die Ära des Goldstandards von Preisstabilität geprägt war, oder von irgendeiner anderen Art von Stabilität, hat sich einfach die Fakten nicht angeschaut. Tatsache ist, dass die Preise sogar sehr viel stabiler sind unter dem gefährlichen Inflationisten Ben Bernanke als zu der Zeit, als das Gold regierte."

- Neoklassik einfach (?) erklärt…

"Was ist die neoklassische Ökonomie? (…) Wir stellen uns eine Wirtschaft aus rationalen und am eigenen Nutzen interessierten Mitspielern vor und nehmen an, dass die wirtschaftlichen Ergebnisse aus einer Situation kommen, in der jeder der Mitspieler/innen das Beste tut, was er, sie oder es kann. Wenn niemand Marktmacht hat, läuft das auf das Lehrbuch-Beispiel von Märkten mit vollständigem Wettbewerb und so weiter hinaus. Manche Ökonomen glauben wirklich, dass das Leben so ist, und sie haben einen signifikanten Einfluss auf unsere Diskussion. Aber der Rest von uns weiß, dass dies nichts anderes als eine Metapher ist. Trotzdem – das meiste, was ich und viele andere tun, ist auf gewisse Weise neoklassisch, weil wir die Maximierungs- und Gleichgewichtssituation als Basisszenario nehmen und es dann ein wenig in Richtung Realismus modifizieren."

Tim Schäfer

- Folgen Sie den Super-Stars

"Wenn Sie Warren Buffetts Aktienportfolio kopieren wollen, haben Sie mit diesen Positionen eigentlich fast alles erledigt: Coca-Cola (Anteil am Aktienportfolio 21%), Wells Fargo (18%), IBM (18%), American Express (12%), Procter & Gamble (5%), Wal-Markt (4%), Kraft Foods (3%), U.S. Bancorp (3%), ConocoPhillips (2%), DirectTV (2%)."

- Eine gute Doku über Warren Buffett

"Wenn Sie 48 Minuten Zeit haben, empfehle ich Ihnen dieses aktuelle Youtube-Video über Warren Buffett anzuschauen. Ich finde die Dokumentation über das Leben des Investoren-Genies ist wirklich gelungen. Ich bin ein Fan der Bloomberg-TV-Serie "Game Changers". Hier werden berühmte Investoren und Manager präsentiert. Schauen Sie selbst (in Englisch)."

(Zitate teilweise redigiert)
Zusammenstellung: Oliver Baron, Redakteur BoerseGo.de

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Oliver Baron
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Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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