IONQ - Weiterhin die beste Quantencomputeraktie?
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Der Umsatz des US-amerikanischen Quantencomputer-Spezialisten kletterte im ersten Quartal auf 64,7 Mio. USD, ein Anstieg von 755 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten lediglich rund 49,7 Mio. USD erwartet, IonQ übertraf diesen Konsens um mehr als 30 %. Es ist das vierte Quartal in Folge, in dem das Unternehmen einen Rekord vermeldet. CEO Niccolo de Masi sprach auf dem Analystencall von einem "mächtigen Beleg für das, was wir 2025 aufgebaut haben."
Das bereinigte EBITDA lag bei minus 96,8 Mio. USD, worin rund 12 Mio. USD an Aufwendungen aus der kommerziellen Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller SkyWater enthalten sind, dessen Übernahme IonQ im Januar 2026 angekündigt hatte und die noch unter behördlichem Vorbehalt steht. Ohne diesen Einmaleffekt hätte der EBITDA-Verlust bei rund 85 Mio. USD gelegen. Der ausgewiesene GAAP-Nettogewinn von 805,4 Mio. USD ist hingegen weitgehend buchhalterischer Natur: Er resultiert aus einer nicht zahlungswirksamen Mark-to-market-Bewertung von Optionsscheinen in Höhe von rund 1,1 Mrd. USD und spiegelt nicht die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens wider.
Aussagekräftiger ist die Entwicklung der verbleibenden Leistungsverpflichtungen, auch bekannt als Remaining Performance Obligations. Zum 31. März 2026 beliefen sich diese auf 470 Mio. USD, ein Anstieg von 554 % gegenüber dem Vorjahreswert von rund 72 Mio. USD. CFO Inder Singh formulierte es plastisch: "Für jeden Dollar Umsatz, den wir realisierten, haben wir rund 2,50 Dollar an neuen RPOs hinzugefügt." Das entspricht einem mehrjährigen Auftragsbestand und gibt dem Unternehmen eine ungewöhnlich gute Visibilität für eine Branche, die noch vor wenigen Jahren ausschließlich von Forschungsgeldern lebte.
