Analyse
08:00 Uhr, 23.01.2026

INTEL - Ein Konzern erfindet sich neu

Intel befindet sich mitten in einem mehrjährigen Umbau, technologisch wie auch kulturell. Der gestrige Investoren-Call diente vor allem dazu, Investoren mitzunehmen auf diese Reise, die Etappen zu erklären und die Geduld einzufordern, die ein solcher Neustart erfordert.

Die Intel-Aktie reagierte schwach auf die Zahlen. Die Vorschusslorbeeren waren einfach zu groß gewesen.

CEO Lip-Bu Tan zeichnete das Bild eines Unternehmens, das 2025 vor allem genutzt hat, um sich neu aufzustellen. Entscheidungswege wurden verkürzt, Führungspositionen neu besetzt, interne Strukturen vereinfacht. Hinter diesen eher abstrakten Begriffen steht eine klare Botschaft: Intel will wieder schneller, verlässlicher und berechenbarer werden. Tan sprach auffallend häufig von Disziplin und Umsetzungskraft, Begriffe, die bei Intel lange eher Wunsch als Realität waren.

Diese organisatorische Neuausrichtung ist aus Sicht des Managements die Voraussetzung, um von der nächsten Wachstumswelle der Branche zu profitieren. Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Rechenleistung auf allen Ebenen, von großen Rechenzentren über Unternehmensnetzwerke bis hin zu Endgeräten. Intel sieht seine Chance darin, diese Vielfalt abzudecken, nicht mit einem einzelnen Chip, sondern mit kompletten Plattformen aus Prozessoren, Beschleunigern, Software und moderner Verpackungstechnologie.

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