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09:46 Uhr, 30.03.2026

Ifo: Unternehmen planen mit höheren Preisen

DOW JONES--Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts mit höheren Preisen. Der entsprechende Ifo-Indikator kletterte im März auf 25,3 Punkte, nach 20,3 Punkten im Februar. Das ist der höchste Wert seit März 2023. "Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen."

Der jüngste Anstieg der Preiserwartungen steht laut Wohlrabe im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen für Rohöl, Gas und Strom infolge des Kriegs im Nahen Osten. Nachdem die Energiekomponente die Inflation zuletzt gedämpft hatte, zeichnet sich nun eine Umkehr ab. "Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter", so Wohlrabe. "Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen."

Besonders stark fiel der Anstieg der Preiserwartungen in der Industrie aus: Dort legten sie von 13 auf 20 Punkte zu. Auch im Baugewerbe zogen sie deutlich an, von 10 auf 20,2 Punkte. Die konsumnahen Dienstleister erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig von 25,1 auf 31,6 Punkte. Auch die unternehmensnahen Dienstleister (inklusive Großhandel) planen öfter mit steigenden Preisen; der Indikator stieg von 24,7 auf 27 Punkte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Preisdruck über viele Branchen hinweg wieder zunimmt.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

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