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08:05 Uhr, 04.02.2026

Ifo: Geschäftsklima in der Autoindustrie geringfügig verbessert

DOW JONES--Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich zu Beginn des Jahres leicht aufgehellt. Das Geschäftsklima des Ifo-Instituts stieg im Januar auf minus 19,6 Punkte nach minus 19,8 im Vormonat. Doch hinter der minimalen Verbesserung verbarg sich eine Zweiteilung: Während das Europa-Geschäft floriert, bricht die Wettbewerbsfähigkeit in China und den USA ein.

Obwohl die Unternehmen ihre aktuelle Lage im Januar schlechter bewerteten als noch im Dezember, schwindet der extreme Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate. "Die Nachfrage aus dem Euroraum wirkt für die deutsche Autoindustrie weiterhin als stützende Kraft", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Besonders deutlich zeigt sich der Aufwärtstrend bei den Exporterwartungen. Dieser Teilindex sprang von minus 8,0 Punkten im Dezember auf nun plus 8,7 Punkte. Die treibende Kraft ist hierbei der innereuropäische Handel. Innerhalb der EU konnten die deutschen Autobauer ihre Wettbewerbsposition deutlich stärken: Der entsprechende Saldo kletterte von 1,5 Punkten im Oktober auf plus 15,4 Punkte im Januar.

Alarmsignale aus Übersee

Ein völlig anderes Bild zeichnet sich auf den Märkten außerhalb Europas ab. Hier verliert die deutsche Leitindustrie massiv an Boden. Die Einschätzung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit stürzte in diesen Regionen auf minus 31,3 Punkte ab, nachdem der Wert im Oktober noch bei minus 17,4 Punkten gelegen hatte.

"Die deutsche Autoindustrie hat auf den Märkten außerhalb der EU seit 2024 an Wettbewerbsfähigkeit verloren", betonte Wölfl. Diese Entwicklung sei gegenüber China besonders ausgeprägt, zeige sich mittlerweile aber auch immer deutlicher im Geschäft mit den USA. Rechnungen auf Basis amtlicher Handelsdaten untermauern diesen Abwärtstrend in den beiden wichtigsten globalen Absatzmärkten.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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