Hohe Ölpreise treiben globalen E-Auto-Boom laut IEA
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Der weltweit steigende Absatz von Elektroautos dürfte durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und das hohe Ölpreisniveau zusätzlichen Schub erhalten. 2025 stieg der globale Verkauf laut IEA um 20 Prozent auf über 20 Millionen Fahrzeuge; damit waren rund ein Viertel aller Neuwagen Elektroautos. Chinesische Hersteller stellten etwa 60 Prozent der weltweit verkauften Stromer, europäische und nordamerikanische jeweils rund 15 Prozent.
In Deutschland wuchs der Absatz 2025 um 50 Prozent auf einen Rekordwert von 850.000 E-Autos. Treiber waren steuerliche Vorteile für Elektro-Firmenwagen und eine größere Verfügbarkeit erschwinglicherer Modelle. Der E-Anteil an den Neuzulassungen lag bei rund 30 Prozent und damit knapp unter dem Niveau von 31 Prozent im Jahr 2022.
Für 2026 erwartet die IEA weltweit rund 23 Millionen verkaufte E-Autos, was fast 30 Prozent der Gesamtverkäufe entspräche. Viele Länder dürften Kaufprämien und Vergünstigungen ausweiten, um Haushalte zu entlasten und die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern. Kostengünstige Modelle aus China könnten die Ausgestaltung dieser Förderungen beeinflussen; stark von Ölimporten abhängige Staaten und Länder ohne eigene Autoindustrie dürften schneller handeln als Märkte mit eigener Fertigung, die sich stärkerem Wettbewerbsdruck durch Importe ausgesetzt sehen.
Die IEA verweist auf Rekordverkäufe in fast 100 Ländern und erwartet, dass sinkende Batteriepreise sowie politische Maßnahmen den E-Automarkt weiter beschleunigen.
