Expertenkommentar

Gute Neuigkeiten: Inflationsausgleich durch Aktien wieder möglich

Kaufkrafterhalt in Zeiten hoher Inflation und korrigierenden Finanzmärkten war bisher schwierig. Nun hat der Aktienmarkt ausreichend korrigiert, um die Inflation langfristig wieder auszugleichen.

In diesem Jahr hat fast alles korrigiert, ob Aktien, Anleihen, Immobilien oder zuletzt auch viele Rohstoffe. Einige Energierohstoffe bilden die Ausnahme. Wenn alles korrigiert, ist der Kaufkrafterhalt schwierig, zumal die Zinsen selbst nach dem jüngsten Anstieg noch immer niedrig sind. Die Zinsen auf dem Sparkonto liegen immer noch nahe 0 %. Die Rendite 10-jähriger deutscher Anleihen liegt bei ca. 2 %. Allein die Inflation in diesem und in den kommenden zwei Jahren dürfte die gesamte Rendite der kommenden 10 Jahre fast vollständig auffressen. Wer diese Anleihen 10 Jahre lang hält, dürfte am Ende einen Kaufkraftverlust von 15 % erzielen. In den USA ist die Lage etwas besser. 10-jährige Anleihen dürften die Inflation knapp ausgleichen. Anleihen bieten wenig oder keinen Schutz vor der Inflation. Aktien sind die bessere Wahl.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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