Goldpreis: Auf zu neuen Rekorden
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Die Kurskorrekturen der vergangenen Woche kennen nur einen Gewinner: Der Goldpreis konnte sich dem allgemeinen Markttrend widersetzen und stieg weiter an. Am Montag übersprang der Preis für eine Feinunze (ca. 31 Gramm) erstmalig die Schwelle von 1.700 US-Dollar und kletterte im weiteren Handelsverlauf auf ein neues Rekordhoch von über 1.750 US-Dollar.
Die beiden entscheidenden Einflüsse auf die Finanzmärkte und somit die Preistreiber für Gold, sind die europäische und amerikanische Schuldenkrise, wobei Letztere mit der Abwertung der Bonität am Freitagabend durch die Ratingagentur Standard & Poor‘snoch einmal verschärft wurde. Die amerikanische Kreditwürdigkeit beschäftigt zweifellos die Märkte und wenn dieser Schritt nicht total überraschend kam, so erstaunte die Konsequenz und der damit einhergehende negative Ausblick für die Vereinigten Staaten einige Marktteilnehmer und löste eine neuerliche Flucht ins Gold aus. Die Herabstufung um eine Bonitätsstufe von AAA auf AA+ ist auch unter psychologischen Gesichtspunkten als negativ zu bewerten, die Strahlkraft der amerikanischen Volkswirtschaft zumindest angekratzt. Die Aussichten für die größte Volkswirtschaft der Welt werden dadurch nicht besser, eine Refinanzierung der aufgenommenen Kredite dürfte künftig teurer werden.
Auch auf die Eurozone kommen neue – nicht leicht zu lösende – Probleme zu; die Europäische Zentralbank (EZB) griff bereits erneut zu ungewöhnlichen Maßnahmen und kaufte neuerlich Staatsanleihen europäischer Staaten auf. Dass es sich dabei insbesondere um Schuldverschreibungen der Länder Spanien und Italien handelt, ist nur konsequent um den aufgekommenen Druck auf die Anleihen dieser Länder zu reduzieren. Die EZB erhofft sich mit dieser stützenden Maßnahme die Krise in Spanien und Italien zu verhindern und die entsprechenden Märkte zu beruhigen. Zweifellos wird die Refinanzierung für Rom und Madrid günstiger, jedoch gerieten im Gegenzug die Kurse deutscher Staatsanleihen unter Druck. Diese hatten in der Vergangenheit von der Flucht aus den Anleihen der beiden Länder profitiert. Die Reaktion an den Börsen blieb nicht aus, vor allem die konjunkturabhängigen Rohstoffe verloren an Wert. Neben dem Goldpreis konnte indes der Silberpreis zu Wochenbeginn deutlich zulegen, so dass sich der Preis für eine Feinunze Silber der 40-US-Dollar-Schwelle annäherte.
Die Auswirkungen der Schuldenkrise und die resultierenden Gefahren für die weltweite Konjunktur haben den Goldpreis seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent ansteigen lassen. Anleger, die von einem weiteren Anstieg des Goldpreises ausgehen aber auf eine physische Lieferung des Rohstoffes verzichten wollen, sollten sich das Produkt mit der WKN SG2BLS, einen Turbo Unlimited, näher anschauen. Mit einem Turbo Unlimited können Anleger überproportional an Kursveränderungen partizipieren. In der „Long“-Variante profitiert der Anleger von steigenden Kursen. Zu beachten ist, dass die Stopp-Loss-Barriere bei dieser Produktart stets dem Basispreis entspricht und es beim Einsatz von Turbos Unlimited aufgrund des Hebeleffektes nicht nur zu überproportionalen Gewinnen, sondern auch zu überproportionalen Verlusten, bis nahezu zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals, kommen kann. Die Kursentwicklung wird von der Volatilität des Basiswertes nicht beeinflusst und die Laufzeit ist theoretisch unbegrenzt, vorausgesetzt der Anleger übt das Ausübungsrecht nicht aus. Als Basiswert dient eine Feinunze Gold und das Bezugsverhältnis beträgt 0,1 je Optionsschein. Der Basispreis (und damit auch das Stopp-Loss-Level) liegt aktuell bei 1.301,23 US-Dollar, der Hebel beträgt momentan 3,98, dies bedeutet, dass ein Kursanstieg des Goldes um ein Prozent näherungsweise zu einem Preisanstieg des Turbo Unlimited von 3,98 Prozent führt, jedoch unter Berücksichtigung eventueller Wechselkursschwankungen. Der Abstand zum Basispreis beträgt gegenwärtig rund 25%.
Konservativere Anleger haben die Möglichkeit mit dem Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3Q) die Wertentwicklung des Goldes nahezu eins zu eins abzubilden. Das Zertifikat beinhaltet zusätzlich eine Absicherung gegen Wechselkursschwankungen.
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