Gold und Silber: Wann profitieren die Developer?
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Die andauernde Unsicherheit über den weltweiten Konjunkturverlauf auf der einen und die wachsenden Schuldenberge in den westlichen Industrienationen auf der anderen Seite führen zu einer kontinuierlich starken Nachfrage nach Edelmetallen wie Gold und Silber. So verzeichnete der Goldpreis zu Beginn der Handelswoche eine erneute Rekordnotierung.
Zur Begründung lässt sich die steigende Unsicherheit einer Einigung im Fall der amerikanischen Schuldenobergrenze anführen. Die am Wochenende stattfindenden Verhandlungen mussten ohne Ergebnis vertagt werden, da es Demokraten und Republikanern wiederholt nicht gelungen war, ihre politischen Diskrepanzen in den Gesprächen auszuräumen und somit die drohende Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika abzuwenden. Der Goldpreis stieg in Folge dieser Nachricht weiter an und notiert zu Wochenbeginn oberhalb der Schwelle von 1600 US-Dollar je Feinunze. Am Ende der vergangenen Handelswoche hatte die erfolgreiche Einigung auf ein erneutes Hilfspaket für Griechenland noch einen kurzzeitigen Rückgang des Goldpreises ermöglicht, da die vorläufig Rettung des griechischen Staates die Risikofreudigkeit der Anleger ansteigen ließ. Das überschuldete Land erhält günstigere Kreditzinsen und gleichzeitig werden längere Laufzeiten für bestehende Kredite gewährt.
Nicht nur die Schuldenproblematik lässt die Edelmetallpreise ansteigen, sondern auch die anhaltend hohe Nachfrage wirkt sich auf den Preis aus. Dieser für Gold beschriebene Zusammenhang lässt sich auch auf Silber übertragen. Der Silberpreis bewegt sich im momentanen Marktumfeld um die Schwelle von 40 US–Dollar. Im Gegensatz zu Gold hat Silber seine diesjährige Rekordmarke noch nicht erreicht; diese erreichte das Edelmetall Ende April bei einem Kursstand von über 50 US-Dollar. Die Nachfrage nach Silber stieg in den vergangenen Jahren deutlich an. Dies ist auf die steigende Verwendung des Silbers in der Industrie (u.a. Elektroindustrie, Schmuckerzeugung) zurückzuführen.
Die Knappheit der weltweiten Vorkommen in Verbindung mit Finanzprodukten, wie zum Beispiel Exchange Traded Commodities (ETCs), die physisch mit Edelmetallen besichert werden oder direkt in entsprechende Rohstoffe investieren, sorgen sowohl für steigende Kursnotierungen des Edelmetalles und auch bei den jeweiligen Bergbauaktien, den eigentlichen „Produzenten“ der Metalle. Betrachtet man die die Kursentwicklung der Bergbauhersteller, so stellt man fest, dass die Kursentwicklung in vielerlei Fällen von der Edelmetallpreisentwicklung nahezu abgekoppelt ist. Dass diese Entkopplung kein dauerhaftes Phänomen sein muss, bestätigt ein Blick in die Vergangenheit: Mit steigenden Preise für die Edelmetalle gelang es auch den Minenbetreibern, ihre Förderkosten zu decken und die Profitabilität zu steigern. Im umkämpften Edelmetallmarkt ist das Risiko auf ein einzelnes Unternehmen zu setzen nicht ohne Risiko. Die Fixkosten der Exploration und des Abbaus sind hoch, so dass die Unternehmen eine breite Finanzbasis benötigen. Mit dem Solactive Gold and Silver Developer Index (WKN: SG10XA) gibt die Société Générale Anlegern mit nur einem Produkt die Möglichkeit, gleichzeitig an der zukünftigen Wertentwicklung von 15 Gold- bzw. Silberminenunternehmen zu partizipieren, die dem Developer-Bereich zugeordnet werden. Die in diesem Index enthaltenen Unternehmen werden auf Basis ihrer Marktkapitalisierung von dem Indexsponsor, der Structured Solutions AG, ausgewählt, wobei eine Mindestanzahl von vier Silberminenunternehmen im Index berücksichtigt sein muss. Die drei größten Unternehmen bilden die Osisko Mining Corp., die New Gold Inc. sowie die Semafo Inc. mit einem anteiligen Indexgewicht von jeweils 10 Prozent.
Eine Überprüfung hinsichtlich der im Index enthaltenen Unternehmen erfolgt im halbjährlichen Turnus. Das entsprechende Partizipations-Zertifikat auf den Solactive Gold and Silver Developer Index bildet dessen Kursentwicklung abzüglich der Managementgebühren (in Höhe von ein Prozent p.a.) nahezu eins zu eins ab, jedoch unter Berücksichtigung möglicher Wechselkursschwankungen.
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