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08:00 Uhr, 28.03.2025

GfK: Konsumklima stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich auf einem niedrigem Niveau etwas erholt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen als auch die Anschaffungsneigung verbesserten sich. Da jedoch auch die Sparneigung zunahm, blieb das Konsumklima nahezu unverändert. Das von GfK und NIM ermittelte Konsumklima stieg um 0,1 Punkt auf minus 24,5 Zähler. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 22,5 Zählern erwartet.

Der Sparindikator stieg um 4,4 Zähler auf 13,8 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit April 2024. "Offenbar haben die Wahlen mit der Aussicht auf eine neue Regierung bei einer Reihe von Konsumenten den Pessimismus etwas schwinden lassen", sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. "Allerdings trübt der neuerliche Anstieg der Sparneigung das Gesamtbild. Sie verhindert eine stärkere Verbesserung des Konsumklimas."

Die hohe Sparneigung könne nach wie vor als Ausdruck einer beträchtlichen Verunsicherung der Verbraucher gesehen werden. Eine zügige Regierungsbildung sowie die baldige Verabschiedung eines Haushalts für dieses Jahr wäre ein wichtiger Beitrag für mehr Planungssicherheit - nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei den privaten Haushalten, ergänzte Bürkl. Denn dann wären diese wieder eher bereit, Geld auszugeben und den Konsum zu beleben.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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