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FX-Mittagsbericht: US-Dollar weiter nahe Zweiwochentief

Die Federal Reserve Bank (Fed) hat ihre lockere Geldpolitik bestätigt und erneut die Inflationsrisiken heruntergespielt. Der Anstieg der Anleihenrenditen spiegele die verbesserten Wachstumsaussichten wider, heißt es in dem Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
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    Kursstand: 1,18699 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,37380 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar notiert im europäischen Handel am Donnerstagvormittag mit sinkender Tendenz weiterhin in der Nähe seines zur Wochenmitte auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) erreichten Zweiwochentiefs.

Die Federal Reserve Bank (Fed) hat in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Sitzungsprotokoll des letzten Notenbanktreffens erneut ihre lockere Geldpolitik bestätigt. Aus Sicht der Notenbank ist geldpolitische Unterstützung für die Wirtschaft weiter nötig, bis sich die konjunkturelle Erholung stärker verfestigt hat. Der Umfang der monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar soll so lange beibehalten werden, bis „substanzielle weitere Fortschritte“ auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht seien. Die Wirtschaft sei immer noch weit entfernt von den längerfristigen Zielen und der Weg dahin bleibe sehr unsicher, heißt es in den sog. „Minutes“.

Zudem spielten die Währungshüter erneut die Inflationsrisiken herunter. Der Anstieg der Anleihenrenditen spiegele die verbesserten Wachstumsaussichten wider, heißt es weiter. Die Währungshüter erwarten, dass die Arbeitslosenquote bis Ende 2021 auf 4,5 Prozent sinken und die US-Wirtschaft dieses Jahr um 6,5 Prozent wachsen wird.

Nach einem zwischenzeitlichen Kursrücksetzer legt EUR/USD am Donnerstag wieder in Richtung seines zur Wochenmitte bei 1,1915 erreichten Zweiwochenhochs zu. Im Hoch erreichten die Notierungen heute bislang 1,1893. Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im Februar um 0,5 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Preisanstieg um 0,6 Prozent gerechnet, nach einer Teuerung um 1,7 Prozent im Januar. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell eine Inflation von 1,5 Prozent. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 1,4 Prozent, nach plus 0,4 Prozent im Vormonat. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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GBP/USD bewegt sich weiterhin der Nähe seines gestern bei 1,3722 erreichten Wochentiefs. Der von der „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS) erhobene britische Hauspreissaldo ist im März überraschend deutlich auf plus 59 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs auf plus 55 Zähler gerechnet, nach plus 54 Punkten im Februar. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor legte im selben Zeitraum ebenfalls stärker zu als erwartet. Er kletterte von 53,3 auf 61,7 Zähler – der höchste Wert seit September 2014. Im Konsens erwartet worden war lediglich ein Anstieg auf 55,0 Punkte.

USD/JPY fällt weiter von seinem am 31. März 2021 bei 110,97 erreichten Zwölfmonatshoch zurück und notierte bislang bei 109,41 im Tief. Die über Nacht aus Japan gemeldeten Stimmungsdaten sind besser ausgefallen als erwartet. Das Economy Watchers Sentiment ist im März überraschend deutlich auf ein Fünfmonatshoch bei 49,0 Punkten gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs auf 45,1 Zähler gerechnet, nach 41,3 Punkten im Februar. Das Verbrauchervertrauen legte im selben Zeitraum von 33,8 auf 36,1 Zähler zu – der höchste Wert seit Februar 2020. Erwartet worden war hier im Schnitt ein Anstieg auf 35,6 Punkte. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet. Aufmerksamkeit gilt im Tagesverlauf auch weiteren Äußerungen US-Notenbankchef Jerome Powell, der an einer Panel-Diskussion zur Weltwirtschaft teilnehmen wird. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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