Analyse
15:34 Uhr, 22.09.2026

Freitag gekauft, Montag verkauft: Warum ARM und AXT in meinem kurzfristigen Depot jeweils über 15 % brachten

Am Freitag, dem 18. September, habe ich im kurzfristigen AktienPuls360 Depot zwei neue Positionen eröffnet: ARM und AXT. Bereits am Montag habe ich beide Trades wieder geschlossen. Jeweils mehr als 15 % Performance, ohne Hebel und innerhalb von nur einem Börsentag.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US0420682058Kopiert
    Kursstand: 326,865 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: US30303M1027Kopiert
    Kursstand: 750,750 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Arm Holdings ADR - WKN: A3EUCD - ISIN: US0420682058 - Kurs: 326,865 $ (Nasdaq)
  • Meta Platforms Inc - WKN: A1JWVX - ISIN: US30303M1027 - Kurs: 750,750 $ (Nasdaq)
  • AXT Inc. - WKN: 914410 - ISIN: US00246W1036 - Kurs: 76,615 $ (Nasdaq)

Für solche Situationen gibt es das kurzfristige Depot. Während das langfristige Depot den strategischen Kern abbildet, nutze ich das kurzfristige Depot bewusst für taktische Setups mit einem deutlich kürzeren Zeithorizont. Entscheidend ist für mich dabei nicht, eine Aktie möglichst lange zu halten, sondern eine nachvollziehbare fundamentale These mit konkreten kurzfristigen Katalysatoren zu verbinden. Was bei mir im Kopf zusammenläuft, versuche ich Euch hier zu erklären.

AXT: Ein Engpass innerhalb des KI-Booms

Meine erste These bei AXT hatte mit einem Bereich zu tun, der trotz des enormen Ausbaus der KI-Infrastruktur deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt: Indiumphosphid, kurz InP. InP ist ein wichtiges Ausgangsmaterial für optische Komponenten, die für schnelle Datenübertragung in Rechenzentren benötigt werden. Auch hier besteht ein Angebotsengpass. Mitbewerber JX Advanced Metals plant deshalb, seine InP-Substratkapazität bis 2030 um das Sieben- bis Zehnfache auszubauen.

Sowohl Lumentum als auch Coherent haben langfristige Liefervereinbarungen mit dem InP-Spezialisten AXT abgeschlossen. Man plant daher, seine Kapazität bis Ende 2026 gegenüber dem Vorjahr zu verdreifachen. Daraus soll ein potenzieller Quartalsumsatz von rund 60 Mio. US-Dollar entstehen. Bis Ende 2027 soll die Kapazität anschließend nochmals auf mehr als das Doppelte steigen. Nach Angaben von AXT ist die für 2027 geplante Kapazität bereits durch Nachfrage abgedeckt.

Lumentum hat über Vorauszahlungen von 87,5 Mio. US-Dollar InP-Substrate bei AXT bis 2031 reserviert. Die Vorauszahlungen unterstützen gleichzeitig die Finanzierung des notwendigen Kapazitätsausbaus.

Der zweite AXT-Katalysator kam aus Washington und Peking

AXT besitzt gleichzeitig ein klar benanntes China-Risiko. Deshalb spielte für meinen kurzfristigen Trade auch das anstehende Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping eine Rolle. Xi Jinping reist vom 23. bis 25. September zu einem Staatsbesuch in die USA. Das Weiße Haus hat für den 24. September den offiziellen Besuch in Washington angekündigt.

Für meinen Trade war das keine Wette darauf, was Trump und Xi vereinbaren werden. Wenn das China-Risiko einen Teil der Unsicherheit rund um AXT ausmacht, können bereits konstruktive Signale aus den Gesprächen die kurzfristige Wahrnehmung dieses Risikos verändern. Das Treffen hatte ich bereits am Freitag als möglichen zusätzlichen Katalysator in der AXT-Analyse hervorgehoben.

Am Montag kam zusätzlich ein weiterer technischer Faktor hinzu. AXT wurde mit Wirkung vor Handelsbeginn in den S&P SmallCap 600 aufgenommen. Damit entsteht Nachfrage von passiven und benchmarknahen Fonds, die den Index abbilden. S&P Dow Jones Indices hatte die Aufnahme bereits im Rahmen des September-Rebalancings angekündigt.

AXT Inc.
Statischer Chart
Live-Chart
  • ()
    L&S
    VerkaufenKaufen

Beim nächsten Trade live dabei: Meine Tradevorstellungen aus dem Kurzfrist-Depot gibt es in Echtzeit im Trading-Service AktienPuls360 – mit Einstieg, Ziel und Stop-Loss, direkt nachhandelbar. 👉 Hier geht's zum Service

ARM: Agentic AI verändert die Compute-Gleichung

Bei ARM war mein Ansatz ein anderer. Mit der zunehmenden Verbreitung von Agentic AI werden CPUs immer wichtiger. Vor einigen Wochen hatten wir bereits einen CPU-Hype, als AMD, Arm oder Intel kein Halt kannten. Dieser war danach komplett abgeflacht. An der Ausgangslage hat sich aber nichts geändert. Sobald KI-Systeme nicht mehr nur eine einzelne Anfrage beantworten, sondern selbstständig Aufgaben ausführen, mehrere Prozesse koordinieren und dauerhaft im Hintergrund arbeiten, steigt der Compute-Bedarf.

Wieso ich roch, dass der CPU-Hype wieder starten könnte? Metas neuer persönlicher KI-Agent Muse. Der Hype um das Agentic System, das selbstständig Aufgaben ausführen kann und dafür auf einer eigenen virtuellen Maschine arbeitet. Mehrfach hatte ich auch auf Meta als spannenden Aktien-Pick hingewiesen. Erst am letzten Montag in der Analyse: META – Der positive Sonderfall der AI-Pacing-Debatte. Meta seither auch auf neue Verkaufshochs ausgebrochen

Meta
Statischer Chart
Live-Chart
  • ()
    Nasdaq
    VerkaufenKaufen

Kein Wunder! Nur etwas mehr als eine Woche nach dem Start erreichte Muse Platz eins der kostenlosen Apps im US-App-Store. Laut Sensor Tower kam Muse innerhalb der ersten 12 Tage auf 2,8 Mio. Downloads. Die frühen Daily-Active-User-Zahlen lagen ebenfalls deutlich über den Vergleichswerten des damaligen mobilen ChatGPT-Starts.

CPUs übernehmen zentrale Aufgaben bei der Orchestrierung von Workloads und bei Inference. Wenn dieser Bedarf steigt, gewinnt der CPU-Layer innerhalb des gesamten Compute-Stacks an Bedeutung. Auch Intel-CEO Lip-Bu Tan erklärte auf der Splunk-Konferenz, Intel könne derzeit nur ungefähr 50 % der von Kunden nachgefragten CPU-Mengen bedienen.

Am Montag ging entsprechend der CPU-Hype los. ARM stieg rund 17 %, Intel rund 12 % und AMD rund 10 %. AMD überschritt dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar.

ARM hatte für mich noch einen zweiten strukturellen Treiber

Die ARM-These endet aber nicht bei Agentic AI. Ein zweites Thema, das ich bereits ausführlich analysiert hatte, ist Physical AI und Robotik. Hier spielt ARM an einer anderen Stelle derselben Entwicklung.

Viele Robotikplattformen basieren auf ARM-basierten CPUs. Sie übernehmen unter anderem Wahrnehmung, Motion Planning und Echtzeitsteuerung. Vor allem bei Physical AI spielen geringe Latenz, Energieeffizienz und zuverlässige On-Device-Verarbeitung eine wichtige Rolle. ARM partizipiert dabei über sein IP-Lizenzmodell nicht nur an einem einzelnen Roboterhersteller, sondern an der Verbreitung ARM-basierter Compute-Plattformen innerhalb des gesamten Ökosystems.

Deshalb ist ARM in meinem Physical-AI- und Edge-AI-Basket gemeinsam mit Nvidia dem Bereich AI Compute und Robot Foundation Models ein interessanter Profiteur. 👉Mein Robotik-Basket! Nicht der Humanoide gewinnt, sondern sein Brain

Arm
Statischer Chart
Live-Chart
  • ()
    Nasdaq
    VerkaufenKaufen

Warum ich trotzdem schon am Montag verkauft habe

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen meinem langfristigen und meinem kurzfristigen Depot. Die Community feiert die Zweiteilung! Ich auch!

Denn eine gute fundamentale These bedeutet nicht automatisch, dass ich eine Aktie nach einem starken Kursanstieg weiterhalten muss. ARM und AXT waren als kurzfristige Trades eröffnet worden. Als beide Positionen bereits am nächsten Börsentag jeweils mehr als 15 % vorne lagen, habe ich die Gewinne realisiert.

Das bedeutet nicht, dass damit die fundamentalen Themen hinter ARM oder AXT beendet sind. Es bedeutet lediglich, dass der kurzfristige Trade sein Ziel ungewöhnlich schnell erreicht hatte.

Das ist für mich der Sinn eines getrennten Trading-Depots. Eine langfristige Unternehmensmeinung und eine kurzfristige Handelsentscheidung müssen nicht identisch sein. Bei diesen beiden Trades kamen fundamentale Analyse, aktuelle Nachrichten und kurzfristige Katalysatoren zusammen. Das Resultat waren zwei Aktienpositionen, die ich am Freitag eröffnet und am Montag mit jeweils mehr als 15 % Gewinn wieder geschlossen habe.

stock3 Terminal

Viel Erfolg wünscht Dir Valentin

So bekommst Du meine Trades in Echtzeit

Jede Tradevorstellung aus meinen beiden Depots und Roccos Indextrading läuft im Trading-Service AktienPuls360 über einen Stream – mit Einstieg, Zielkurs und Stop-Loss, mit wenigen Klicks nachhandelbar. Dazu ausführliche Fundamental- und Chart-Analysen, der 360°-Ticker, täglich Live-Webinare und eine Community, in der Rocco und ich direkt ansprechbar sind.

👉 AktienPuls360 sichern

Finance26: Triff die stock3-Experten live vor Ort

Am 25. - 26. September findet die Finance in Frankfurt statt & stock3 ist mit dabei. Wir laden Dich ein, uns & unsere Experten näher kennenzulernen. Mit dabei sind u.a. Bastian Galuschka, Rene Berteit, Valentin Schelbert u.v.m.

Jetzt kostenloses Ticket sichern!

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

1 Kommentar

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen
  • Budo1
    Budo1

    Lustig, die hatte ich auch gekauft...

    16:51 Uhr, 22.09.

Das könnte Dich auch interessieren