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Kommentar
07:21 Uhr, 17.09.2026

Fed hebt Zins - was nun?

Die Fed hat bei ihrer September-Sitzung ein unmissverständlich falkenhaftes Signal gesendet. Im Statement wurde der Hinweis gestrichen, wonach die Inflation teilweise auf Angebotsschocks zurückzuführen sei – Ausreden gibt es damit nicht mehr. Die neuen Projektionen zeigen trotz zweier Zinserhöhungen in diesem Jahr stärkeres Wachstum, höhere Inflation und eine niedrigere Arbeitslosenquote über den gesamten Prognosehorizont. Fed-Chef Warsh stellte klar: Die Arbeit ist nicht erledigt. Er betonte mehrfach die Stärke der US-Wirtschaft und die Aufgabe der Fed, ein Übergreifen von Rohstoffpreisschocks zu verhindern. Zwei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte im Oktober und Dezember bleiben damit laut Bank of America das Basisszenario.

Am Rentenmarkt führte die falkenhafte Zinserhöhung zu einer Verflachung der Kurve: Zweijährige US-Renditen schlossen rund 7 Basispunkte höher, 30-jährige rund 1 Basispunkt niedriger; unmittelbar nach dem FOMC waren es zeitweise +13 bzw. +5 Basispunkte. Solange die Fed ihre Politik nicht als restriktiv einstuft, dürfte sie weiter erhöhen. Das spricht für weitere Anstiege vor allem am kurzen Ende, während längere Laufzeiten moderater reagieren sollten.

Auch der Dollar profitierte: Gegenüber den G10-Währungen legte er 0,3 bis 1,0 % zu. Treiber waren höhere erwartete reale Leitzinsen für 2027 und die falkenhafte Pressekonferenz. Der DXY liegt dennoch rund 1 % unter dem Niveau vor der Juni-Sitzung. Die Fed und robuste US-Daten eröffnen dem Dollar laut Einschätzung der Bank of America wieder mehr Aufwärtspotenzial und dürften Debatten über eine Rückkehr des „Debasement Trade“ dämpfen. Zum Jahresende wird der Dollar von der BofA gegenüber den meisten G10-Währungen etwa auf aktuellem Niveau erwartet.

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