FB-Depotwert Salzgitter: Jefferies sieht erhebliches Kurspotenzial
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Die Analysten von Jefferies werden für die Salzgitter-Aktie deutlich optimistischer und stufen den Stahlkonzern von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Gleichzeitig steigt das Kursziel um 20 % von 55 auf 66 Euro. Ausschlaggebend sind die verbesserten Perspektiven für den europäischen Stahlmarkt, der von strengeren EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigimporte und dem erwarteten Infrastrukturboom in Deutschland profitieren dürfte.
Mit 76 % des Umsatzes in Europa und 42 % in Deutschland zählt Salzgitter zu den größten Gewinnern dieser Entwicklung. Jefferies erwartet, dass höhere Stahlpreise, steigende Produktionsauslastungen und größere Absatzmengen die Ertragskraft ab 2027 deutlich anheben. Für 2027 prognostizieren die Analysten ein EBITDA von 1,03 Mrd. Euro – rund 18 % mehr als der aktuelle Marktkonsens. Bereits für 2026 wurde die EBITDA-Schätzung auf 727 Mio. Euro angehoben und liegt damit oberhalb der zuletzt erhöhten Unternehmensprognose von 625 bis 725 Mio. Euro. Jefferies hält daher eine weitere Anhebung der Jahresprognose auf bis zu 800 Mio. Euro EBITDA für möglich.
Besonders hoch ist der operative Hebel auf steigende Stahlpreise. Nach Berechnungen von Jefferies würde ein Anstieg der Stahlpreise um lediglich 50 Euro je Tonne das EBITDA um bis zu 285 Mio. Euro erhöhen. Gleichzeitig dürfte eine bessere Auslastung der Stahlwerke die Profitabilität zusätzlich steigern. Die Analysten rechnen damit, dass der Preis für Warmbreitband (Hot Rolled Coil) bis 2027 auf durchschnittlich 763 Euro je Tonne steigt und damit deutlich über dem aktuellen Spotniveau liegt.
Zusätzlichen Wert sehen die Experten in der rund 30-prozentigen Beteiligung an Aurubis, die einen erheblichen Teil des inneren Unternehmenswerts ausmacht. Hinzu kommt die geplante vollständige Übernahme des Stahlherstellers HKM, die langfristig weiteres Optimierungspotenzial eröffnet. Für Jefferies sprechen die strukturell verbesserten Rahmenbedingungen im europäischen Stahlmarkt dafür, dass Salzgitter vor einer neuen Ertragsphase steht – und die jüngste Kursschwäche deshalb eine attraktive Einstiegsgelegenheit bietet.
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