Exklusive stock3 Plus Analyse: Banken-Zahlen und Inflationsdaten: Geht die Erholung weiter?
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Nach deutlichen Kursverlusten in der Vorwoche ist der deutsche Aktienmarkt freundlich in die neue Handelswoche gestartet. Gesunkene Ölpreise geben etwas Auftrieb. Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vom Sonntag haben sich Russland und die Ukraine außerdem auf ein Ende der Angriffe auf Energieanlagen geeinigt. Wie tragfähig diese Ankündigung ist, bleibt allerdings offen: Eine russische Bestätigung fehlte zunächst, zugleich gingen die Angriffe auf ukrainische Energieanlagen weiter.
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In der Trendmatrix zeigen S&P 500, Nasdaq-100 und der japanische Nikkei-Index weiterhin einen Aufwärtstrend in allen drei Zeitebenen, während die anderen Indizes in mindestens einer der Zeitebenen schwächeln.
Die Berichtssaison gewinnt an Fahrt
Mit den Quartalszahlen der großen US-Banken sowie von ASML und TSMC gibt es in dieser Woche reichlich neue Impulse von der Unternehmensseite: Am Dienstag machen JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Wells Fargo den Auftakt, flankiert von Johnson & Johnson und UnitedHealth Group aus dem Gesundheitssektor. Am Mittwoch folgen Bank of America, Morgan Stanley und BlackRock.
Zur Wochenmitte legt auch ASML seine jüngsten Zahlen vor und dürfte wegen des KI-Booms besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der niederländische Chipindustrieausrüster hatte im Juli für das dritte Quartal einen Umsatz von 11 bis 12 Mrd. EUR und eine Bruttomarge zwischen 55 und 57 % prognostiziert. Für das Gesamtjahr stellte das Unternehmen damals 43 bis 45 Mrd. EUR Umsatz in Aussicht. Neben dem Erreichen dieser Ziele interessieren vor allem Aussagen zur Nachfrage und zu den Ausbauplänen der Kunden. Am Donnerstag folgt TSMC. Der taiwanische Chipauftragsfertiger hat für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 44,6 und 45,8 Mrd. USD sowie eine Bruttomarge von 65 bis 67 % angekündigt. Die Berichte von ASML und TSMC dürften wichtige Hinweise auf die fortgesetzten Investitionen im Zuge des KI-Booms liefern.
Mit Charles Schwab, Bank of New York Mellon und U.S. Bancorp rücken am Donnerstag außerdem wieder Finanzwerte in den Fokus, ergänzt um Prologis aus dem Immobiliensektor und Interactive Brokers nachbörslich.
Inflationsdaten und US-Konsum im Blick
Der wichtigste Konjunkturtermin steht am Mittwoch um 14.30 Uhr MESZ an: die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für September. Den Erwartungen zufolge dürfte sich die Inflationsrate von 3,4 % im August auf 3,6 % im September beschleunigt haben. Die Kerninflation dürfte von 2,4 % auf 2,5 % zugelegt haben.
Die Beschleunigung der Teuerung könnte der US-Notenbank neue Argumente für weitere Zinserhöhungen liefern. Dabei dürfte die Zusammensetzung des Preisauftriebs für die geldpolitische Einordnung entscheidend sein. Während höhere Energiepreise die Gesamtrate unmittelbar steigen lassen, zeigt die Kernrate, wie hartnäckig die Teuerung inzwischen in anderen Bereichen ist. Eine unerwartet hohe Kerninflation würde die Argumente für weitere Zinserhöhungen verstärken. Ein moderater Wert könnte den Druck auf die Anleihemärkte hingegen etwas verringern.
Am Donnerstag folgen um 14.30 Uhr MESZ die US-Erzeugerpreise und die Einzelhandelsumsätze. Letztere zeigen, wie sich die Verbraucherausgaben im September entwickelt haben. Dabei lohnt der Blick auf die einzelnen Branchen, denn steigende Benzinpreise können die nominalen Tankstellenumsätze erhöhen, ohne dass mehr Kraftstoff verkauft wird. Das Beige Book der Fed am Mittwochabend und die Industrieproduktion am Freitag vervollständigen das Konjunkturbild.
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Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2026 um 12:31 Uhr von Oliver Baron
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