Euronext-Chef Boujnah offen für Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse
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DOW JONES - Der Chef der Börse Euronext, Stephane Boujnah, zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse. Es gebe viel, was die Deutsche Börse und Euronext gemeinsam anpacken könnten, sagte Boujnah im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Auch wenn ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen aktuell nicht angedacht ist.
"Die Deutsche Börse möchte unabhängig bleiben, und gleichzeitig steht Euronext auch nicht zum Verkauf", fügte er an. Es habe früher schon Gespräche über eine Fusion der beiden Unternehmen gegeben. "Aber ich habe beobachtet, dass diese Diskussionen zu nichts geführt haben", so Boujnah. Hintergrund ist die Diskussion um eine europäische Superbörse. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat unlängst für eine gemeinsame europäische Börse geworben.
Boujnah sieht die Verantwortung für Europas Zukunft auch bei den Unternehmen. "Wir brauchen mehr Interaktion zwischen Unternehmen in allen Sektoren, um gemeinsame Projekte aufzubauen - und nicht auf Vorgaben von oben zu warten. Wir können nicht länger darauf warten, dass das von Ursula von der Leyen, Friedrich Merz oder Emmanuel Macron kommt. Wir müssen es selbst geschehen lassen", sagte er der Zeitung weiter.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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