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13:17 Uhr, 12.02.2026

MÄRKTE EUROPA/Siemens-Aktie zieht den DAX nach oben

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DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Donnerstagmittag deutlich nach oben. Es ist vor allem die Berichtssaison, die einige positive Überraschungen parat hält. Der DAX gewinnt 1,4 Prozent auf 25.195 Punkte, vor allem beflügelt von dem Plus von fast 7 Prozent im Schwergewicht Siemens. Der Euro-Stoxx-50 underperformt heute und legt um 0,7 Prozent auf 6.076 Zähler an. Mit 6.099 Punkten notierte der Index am Vormittag bereits auf Rekordhoch. Die geopolitische Lage im Nahen Osten scheint weiterhin instabil. Die Auswirkungen auf Öl, Edelmetalle wie auch Anleihen ist begrenzt. Brent notiert mit 69,10 Dollar je Barrel weiterhin auf hohem Niveau. Europäische Anleihen treten bereits seit Tagen mehrheitlich auf der Stelle während Gold stabil oberhalb der Marke 5.050 Dollar je Unze handelt.

Das Pentagon hatte erst eine zweite Flugzeugträgerkampfgruppe angewiesen, sich auf einen Einsatz im Nahen Osten vorzubereiten. Der Schritt erfolgte, während Vertreter der Trump-Regierung darüber diskutiert hätten, ob zusätzliche Tanker, die am Transport von iranischem Öl beteiligt seien, beschlagnahmt werden sollten, davon aber abgesehen hätten. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten überwögen die Sorgen über einen Öl-Überschuss, schreiben die Analysten von ANZ Research in einem Kommentar.

Siemens startet stark ins Geschäftsjahr

Die Ergebnisse von Siemens für das erste Quartal spiegeln einen starken Start in das Geschäftsjahr wider, so die Analysten von JP Morgan. Der deutsche Mischkonzern habe die Erwartungen bei Auftragseingang, Umsatz und Marge übertroffen. Zusammen mit der Anhebung der Prognose für den Gewinn je Aktie um rund 2 Prozent gebe dies der Aktie Auftrieb, so die Analysten. "Die moderate Anhebung der Prognose nach einem starken Start ist eine nette Geste, da die Ziele der Sparten unverändert bleiben, was das bullische Szenario eines guten Hebels in diesem Geschäft stützt", fügen sie hinzu.

Kursverluste verbuchen dagegen Mercedes-Benz (-2,6%) nach Zahlenausweis zum vierten Quartal. Die Aussicht auf zukünftige Margen ist mau. Mercedes-Benz prognostiziere für Cars für 2026 Margen zwischen 3 und 5 Prozent, nachdem 2025 Margen von 5 Prozent erreicht worden seien, merken Analysten an. Die Prognose für Vans liege bei 8 bis 10 Prozent nach 10,2 Prozent im Vorjahr. Die Prognose für den freien Cashflow werten die Analysten als Lichtblick.

Die Viertquartalszahlen der Deutschen Börse fielen derweil im Rahmen der Erwartungen aus. Für Erleichterung bei Anlegern dürfte die Entwicklung in der Sparte Investment Management Solutions sorgen. Derweil hat die Deutsche Börse die verbleibende Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an ISS Stoxx zu einem Kaufpreis von 1,1 Milliarden Euro erworben. Der Kurs klettert um knapp 2 Prozent.

Adyen enttäuschte mit Umsatz und Ausblick, die Aktie bricht um 18 Prozent ein. Der niederländische Zahlungsdienstleister hat im vergangenen Jahr die Umsatzerwartung der Analysten verfehlt. Zudem rechnet Adyen für das laufende Jahr damit, dass die EBITDA-Marge wohl auf dem Niveau von 2025 verharren wird. An der Börse zeigten sich Analysten und Anleger enttäuscht.

Leicht positiv werden Geschäftszahlen und Ausblick von Anheuser-Busch Inbev an der Börse gewertet. Der Budweiser-Hersteller zeigte sich zuversichtlich für ein fortgesetztes Gewinnwachstum im anstehenden Jahr, nachdem das Absatzvolumen bei Bier Ende 2025 weniger stark als erwartet zurückgegangen war. Der Kurs steigt um knapp 3 Prozent.

Die Anleger von Unilever (-1,5%) zeigen sich vom Zahlenausweis nicht begeistert, da der Ausblick enttäuschend gewesen sei, meint Victoria Scholar von Interactive Investor. Der Ausblick des Unternehmens habe die Aktien ins Minus gedrückt, sagt sie. Die Umsatzprognose sei weniger ermutigend und deute auf künftige Herausforderungen hin, insbesondere in entwickelteren Märkten mit mehr Wettbewerbern wie den USA und Europa.

Hellofresh stürzen um 9 Prozent ab. Der Essenslieferant verbuchte beim Umsatz für 2025 ein Minus von 11,8 Prozent. Die DZ Bank sieht eine hohe Unsicherheit über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei Hellofresh. Die unerwartet langsame Erholung im Bereich Fertiggerichte dürfte die Investorenstimmung belasten und zu sinkenden Gewinnschätzungen für das Jahr 2026 führen, erwarten die Analysten.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50            6.076,08        +0,7%      40,44          +4,2% 
Stoxx-50                 5.189,81        +0,6%      31,26          +4,9% 
DAX                     25.194,99        +1,4%     338,84          +1,5% 
MDAX                    31.755,56        +0,4%     136,67          +3,3% 
TecDAX                   3.642,56        +1,0%      35,53          -0,4% 
SDAX                    18.088,99        -0,0%      -0,80          +5,3% 
CAC                      8.387,11        +0,9%      73,87          +2,0% 
SMI                     13.550,28        +0,0%       3,20          +2,1% 
ATX                      5.802,68        -0,1%      -4,87          +9,0% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Mi, 17:14 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1884        +0,1%     1,1875         1,1858   +1,1% 
EUR/JPY                    182,31        +0,2%     181,86         181,99   -1,3% 
EUR/CHF                    0,9116        -0,5%     0,9160         0,9160   -1,6% 
EUR/GBP                    0,8708        -0,1%     0,8715         0,8694   -0,1% 
USD/JPY                    153,41        +0,2%     153,14         153,47   -2,3% 
GBP/USD                    1,3647        +0,1%     1,3627         1,3639   +1,2% 
USD/CNY                    6,9298        -0,2%     6,9414         6,9428   -1,2% 
USD/CNH                    6,8966        -0,1%     6,9062         6,9146   -1,0% 
AUS/USD                    0,7130        +0,0%     0,7127         0,7111   +6,8% 
Bitcoin/USD             67.916,40        +0,8%  67.402,40      67.086,90  -23,7% 
 
ROHOEL                    zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   64,33        64,46      -0,2%          -0,13  +12,8% 
Brent/ICE                   69,19        69,40      -0,3%          -0,21  +14,2% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     5.061,29     5.083,70      -0,4%         -22,41  +17,7% 
Silber                      83,05        84,37      -1,6%          -1,32  +18,3% 
Platin                   1.772,84     1.805,03      -1,8%         -32,19   +3,0% 
Kupfer                       5,99         5,97      +0,4%           0,03   +4,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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