Analyse
10:00 Uhr, 18.02.2026

Eine Eisenbahn fürs Portfolio? Warum nicht!

Die Canadian National Railway Company, kurz CN, betreibt eines der größten Güterbahnnetze Nordamerikas. Das Unternehmen transportiert Getreide, Rohstoffe, Energieprodukte, Industrieerzeugnisse und Container von den kanadischen Provinzen bis an die US-Golfküste und zu den Pazifikhäfen.

Erwähnte Instrumente

  • Canadian National Railway Co. - WKN: 897879 - ISIN: CA1363751027 - Kurs: 108,470 $ (NYSE)

Das Streckennetz gilt als strategisches Rückgrat für den nordamerikanischen Handel.

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte CN den Gewinn je Aktie um 7 %, obwohl das Transportvolumen lediglich um 1 % wuchs. Im vierten Quartal lag das Plus beim Ergebnis je Aktie bei 14 %. Der freie Mittelzufluss erhöhte sich um 8 %. Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität spürbar. Die Kostenquote sank deutlich. Für eine Branche, die seit Jahren unter schwacher Industriekonjunktur leidet, ist das ein beachtliches Resultat.


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Vier Jahre Gegenwind

Die nordamerikanische Güterbahnbranche steckt nach Einschätzung des Managements inzwischen im vierten Jahr einer Frachtrezession. Eine derart lange Schwächephase gilt als außergewöhnlich. Seit Beginn der Konjunkturabkühlung warten die Unternehmen auf eine Trendwende, bislang ohne durchgreifenden Effekt.

CN reagierte darauf nicht mit aggressiver Expansion, sondern mit einer umfassenden Effizienzoffensive. Engpässe im Netz wurden beseitigt, die Lokomotivflotte modernisiert, Prozesse gestrafft. Heute, so Vorstandschefin Tracy Robinson, laufe die Bahn so stabil wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.

Ein zentrales Argument des Managements ist die inzwischen komfortable Kapazitätssituation. Auf nahezu allen wichtigen Korridoren verfügt CN über freie Strecken- und Zugkapazitäten. Züge sind länger und besser ausgelastet als früher, dennoch besteht Spielraum für zusätzliche Mengen. Auch Personalreserven und abgestellte Lokomotiven könnten bei Bedarf rasch reaktiviert werden.

Das bedeutet: Sollte das Transportvolumen wieder stärker wachsen, müsste CN zunächst kaum zusätzlich investieren. Neue Fracht würde weitgehend über das bestehende Netz abgewickelt. Genau darin liegt die operative Hebelwirkung. Steigende Umsätze würden überproportional im Ergebnis ankommen, weil die Fixkostenbasis bereits optimiert ist. Für Investoren ist das die entscheidende Perspektive nach Jahren des Gegenwinds.

Belastungen durch Zölle

Kurzfristig bleiben die Rahmenbedingungen jedoch schwierig. Hohe US-Zölle auf Holz, Stahl und Aluminium drücken auf das Geschäft. Gerade diese Transporte sind traditionell besonders margenstark. 2025 belasteten die Handelsbarrieren das Unternehmen nach eigenen Angaben mit rund 350 Mio. USD. Zudem verschiebt sich der Produktmix hin zu weniger profitablen Transporten.

Für 2026 plant CN vorsichtig. Das erste Quartal dürfte wegen winterlicher Bedingungen und schwacher internationaler Containerverkehre verhalten ausfallen. Erst im weiteren Jahresverlauf erwartet das Management eine Belebung, insbesondere bei Energieprodukten, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Skeptisch äußerte sich Robinson zur geplanten Fusion von Union Pacific und Norfolk Southern. Eine solche Transaktion würde die Marktstruktur erheblich verändern und den Wettbewerb neu ordnen. CN sieht darin eher Risiken als Chancen.

Bie der Kapitalallokation bleibt das Unternehmen berechenbar. Vorrang haben eine kontinuierlich steigende Dividende und Aktienrückkäufe aus dem laufenden Mittelzufluss. Größere Übernahmen stehen derzeit nicht im Vordergrund.

Auch technologische Investitionen spielen eine Rolle. Sensoren überwachen Gleise und Waggons, Datenanalysen helfen, Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen und den Betrieb effizienter zu steuern. Ziel ist eine dauerhaft schlanke Kostenstruktur.

Fazit: CN hat sich in einer ungewöhnlich langen Schwächephase widerstandsfähig aufgestellt. Die Kostenbasis ist gesenkt, das Netz verfügt über freie Kapazitäten, die operative Stabilität ist hoch. Dennoch: Einfach ist das Geschäft weiterhin nicht. Zumindest steht eine Disruption durch KI auf absehbare Zeit nicht im Raum. Allein das hilft aktuell. Bewertet wird die CN-Aktie etwa wie im Schnitt der vergangenen zehn Jahre auch. Ein KGV von 19 könnte sich rasch reduzieren, wenn die Zollproblematik in den Griff kommt oder das Frachtvolumen steigt. Operative Hebel sind vorhanden. Solange bleibt die CN-Aktie eine solide Depotbeimischung im Bereich der Infrastruktur. Kein Highflyer, aber eben eine solide Basis im Depot. Charttechnisch scheint die Aktie ihren Boden gefunden zu haben.

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Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 12,71 12,93 13,59
Ergebnis je Aktie in USD 5,60 5,77 6,43
KGV 19 19 17
Dividende je Aktie in USD 2,61 2,68 2,72
Dividendenrendite 2,42% 2,48% 2,52%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Canadian National Railway Co.-Aktie
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1 Kommentar

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  • mkgeld
    mkgeld

    bleibe bei Märklin da habe ich die Züge unter Kontrolle.

    10:12 Uhr, 18.02.