Analyse
13:00 Uhr, 23.01.2026

ECKERT & ZIEGLER baut Kapazitäten aus und positioniert sich als Schlüsselzulieferer

Eckert & Ziegler hat auf der JPMorgan-Healthcare-Konferenz vergangene Woche seine Wachstumsstory in der Radiopharmazie mit frischen Kennzahlen unterfüttert.

In den ersten neun Monaten kam der Berliner Isotopen-Spezialist auf 220 Mio. EUR Umsatz, ein bereinigtes EBIT von 50 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von gut 23%. Für das Gesamtjahr stellte Vorstandschef Harald Hasselmann erneut 320 Mio. EUR Umsatz sowie 78 Mio. EUR bereinigtes EBIT in Aussicht. Zugleich betonte er die finanzielle Feuerkraft: 120 Mio. EUR Cash stünden nur noch 15 Mio. EUR an Krediten gegenüber, die Eigenkapitalquote liege bei über 50%.

Treiber bleibt das Medizingeschäft, das der Konzern intern als wachstumsstärker und margenreicher beschreibt. Im Neunmonatszeitraum wuchs der Bereich, in dem unter anderem Radioisotope für bildgebende Diagnostik und Krebstherapien geliefert werden, währungsbereinigt um 16% und in Euro um 15%. Das bereinigte EBIT stieg von 25 Mio. EUR auf 30 Mio. EUR, die Marge kletterte auf 26% nach 23% im Vorjahr. Als Flaggschiff nannte Hasselmann den Gallium-68-Generator "GalliaPharm“, der nach Konzernangaben inzwischen europaweit und in Japan zugelassen ist; in China soll der Vertrieb 2026 anlaufen.

Im industriellen Isotopengeschäft erklärte Hasselmann eine zwischenzeitliche Delle vor allem mit einem Basiseffekt. 2025 sei daher "Normalgeschäft“ im Vergleich zu einem Spitzenjahr. Langfristig stellt der CEO für die Sparte ein Wachstum in der Größenordnung des globalen BIP in Aussicht.

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