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Kommentar
09:30 Uhr, 01.09.2026

Dreht die deutsche Chemieindustrie?

Jahrelang gehörte die deutsche Chemieindustrie zu den Sorgenkindern des Aktienmarktes. Hohe Energiekosten, schwache Nachfrage und massive Überkapazitäten in China drückten auf Preise und Margen. Ausgerechnet die geopolitische Krise im Nahen Osten sorgt nun für eine überraschende Trendwende. Der Ifo-Index für die aktuelle Geschäftslage der deutschen Chemieindustrie sprang im August von minus 14,6 auf plus 11,6 Punkte. Erstmals seit vier Jahren beurteilen die Unternehmen ihre Lage wieder positiv. Gleichzeitig verbesserte sich das Geschäftsklima von minus 26,3 auf minus 2,4 Punkte. Ursache ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Produktionsausfälle in Asien und Schwierigkeiten bei der Versorgung mit petrochemischen Grundstoffen verlagern Aufträge nach Europa. Besonders bemerkenswert: Der Indikator für die Exporterwartungen sprang von minus 22,7 auf plus 10,1 Punkte.

Wir sollten daraus allerdings keinen nachhaltigen Chemieboom konstruieren. Die Kapazitätsauslastung der Branche liegt weiterhin deutlich unter ihrem langfristigen Durchschnitt, die Energiekosten bleiben hoch und die asiatischen Überkapazitäten verschwinden nicht. Der gegenwärtige Rückenwind ist eine geopolitisch ausgelöste Sonderkonjunktur. Genau deshalb suchen wir diejenigen Aktien, bei denen die neue Situation bereits in den Zahlen sichtbar wird und gleichzeitig noch Bewertungsspielraum vorhanden ist. Drei Titel stechen heraus, die sie bei uns in der Termin-Börse daily finden können (KLICK HIER).

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