Kommentar
14:30 Uhr, 09.07.2026

"Die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin macht keinen Sinn"

Das Bitcoin-Narrativ des "digitalen Goldes" ist wohl stärker als jedes andere. Warum sich ein Krypto-Insider für 4 Prozent BTC-Inflation ausspricht.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: XC000A2YY636Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Coinbase Advanced)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke

Mit Ausnahme der Dezentralität des Netzwerkes dürfte nichts Bitcoin so stark prägen wie die absolute Knappheit. Es gibt nur 21 Millionen BTC – ein Gesetz, dass für viele Hodler in Stein gemeißelt ist. Doch mitten im Bärenmarkt kommen plötzlich neue Vorschläge auf, wie man die Kryptowährung verbessern könne. Eine besonders kreative Idee hat StarkWare-CEO Eli Ben-Sasson, der die Limitierung für ein Problem hält: “Die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin macht keinen Sinn. Denn im Laufe der Zeit gehen Schlüssel verloren.” Früher oder später müssten alle Private Keys verloren gehen, schließlich tendiere die Zeit gegen unendlich.

Capping the supply of Bitcoin at 21M doesn't make sense. Beacuse over time, keys will be lost. In fact, as time goes to infinity, all keys will be lost.

I strongly support a clear monetary policy with an absolute upper bound on the # of Bitcoins in the future. Say, fix a max…

— Eli Ben-Sasson | Starknet.io (@EliBenSasson) July 7, 2026

Zwar sei auch er ein “entschiedener Befürworter einer klaren Geldpolitik” mit einer Obergrenze für die Anzahl der Bitcoin in der Zukunft. So könnte man eine maximale Emissionsrate festlegen, um dies zu erreichen. Laut Ben-Sasson “wären 4 Prozent pro Jahr eine gute Wahl”, denn dies entspreche zugleich einer angemessenen Obergrenze für das Bevölkerungswachstum. Zum Vergleich: Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent für den Euroraum an – wegen der potenziellen Schlüsselverluste will der StarkWare-CEO für Bitcoin also eine doppelt so hohe Inflationsrate. Dadurch würde man sicherstellen, dass “genug BTC für alle” bereitstünden.

Lest auch

Dr. Jonas Groß im Interview “Bitcoin ist noch kein digitales Gold”

Innerhalb der Bitcoin-Community stößt sein Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Ein X-Nutzer kommentiert: “Was meinst du mit ‘genug für alle’? Bitcoin ist genau aus diesem Grund teilbar. Es gibt 2,1 Billiarden Basiseinheiten – das ist mehr als genug für alle.” Dabei verweist er auf den Umstand, dass sich 1 Bitcoin in 100.000.000 Satoshis (Sats) aufteilen lässt.

Andere betrachten die langfristig sinkende Anzahl zugänglicher BTC als Vorteil, der das Netzwerk stärken könnte. Strategy-Gründer Michael Saylor will sein privates Bitcoin-Vermögen von schätzungsweise 18.000 BTC mit ins Grab nehmen, um dadurch den Wert aller restlichen Coins zu erhöhen und so indirekt einen letzten freundlichen Gruß an die Community zu senden. Ohnehin müssten sich zunächst Entwickler, Miner und Node-Betreiber auf eine Änderung der Obergrenze einigen. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte wohl höchstens im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen.

Du willst auch die Artikel mit dem + lesen? Dann hol Dir BTC-ECHO Plus+

Mit Deinem Abo bekommst Du:

  • Unbegrenzten Zugang zu allen Inhalten
  • Exklusive Artikel, Interviews & Analysen
  • Detaillierte Reports & Hintergrundberichte
  • Technische Chartanalyse & Kursziele

Es sollen noch mehr Vorteile sein? Via Web und App hast Du geräteübergreifend Zugriff auf alle Beiträge. Damit verschaffen wir Dir ein optimales Lesevergnügen und du bleibst jederzeit flexibel.

Werde jetzt BTC-ECHO Plus+ Mitglied!