Kommentar
11:43 Uhr, 27.01.2026

"Die Mutter aller Deals": EU und Indien schließen Handelsabkommen

Die beiden "größten Demokratien der Welt" haben ein historisches Freihandelsabkommen geschlossen. Gegenseitige Zölle sollen fast vollständig abgebaut werden.

Die Europäische Union und Indien haben sich nach jahrzehntelangen Verhandlungen auf ein historisches Freihandelsabkommen (Free Trade Agreement, FTA) geeinigt. Der Deal soll die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsräumen deutlich vertiefen. Die EU erhofft sich davon insbesondere Vorteile für den Export europäischer Industrie- und Agrarprodukte sowie besseren Zugang zum stark wachsenden indischen Markt.

Die beiden "größten Demokratien der Welt" kooperieren

Indien ist mit rund 1,5 Mrd. Menschen (rund ein Sechstel der Weltbevölkerung) inzwischen das bevölkerungsreichste Land der Welt (vor China) und gilt auch als "größte Demokratie der Welt". In der EU leben rund 450 Mio. Menschen, was die EU zusammengenommen zur zweitgrößten Demokratie der Welt macht. In wirtschaftlicher Hinsicht sind die Kräfteverhältnisse noch umgekehrt: Während es die EU auf eine Wirtschaftsleistung von rund 22,5 Bio. USD im Jahr bringt, ist die indische Wirtschaft mit einem BIP von 4,5 Bio. USD nur ein Fünftel so groß. Allerdings wächst die indische Wirtschaft viel schneller als die europäische: 2026 dürfte das BIP-Wachstum in Indien bei 6,4 % und in der Eurozone laut IWF-Prognose nur bei rund 1,3 % liegen.

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