DEUTSCHE ROHSTOFF - Unser Öl-Bonanza in Amerika mit KGV 2
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- Deutsche Rohstoff AG - WKN: A0XYG7 - ISIN: DE000A0XYG76 - Kurs: 93,200 € (XETRA)
Vorstandschef Jan-Philipp Weitz präsentierte auf einem Special Call von Montega einen Konzern, der von höheren Ölpreisen, einer deutlich ausgeweiteten Investitionsoffensive und einem überraschend wertvollen Beteiligungsportfolio profitieren will.
Die Deutsche Rohstoff plant 2026 den größten Ausbau in der Firmengeschichte. Mit einem Investitionsbudget von 220 Mio. EUR sollen 26 neue Ölquellen erschlossen werden. Die Produktion soll auf 17.000 bis 18.000 Barrel Öläquivalent pro Tag steigen, in der zweiten Jahreshälfte hält das Management sogar bis zu 20.000 Barrel täglich für erreichbar. Beim Umsatz stellt das Unternehmen 260 Mio. bis 280 Mio. EUR in Aussicht, beim EBITDA 235 Mio. bis 265 Mio. EUR. Im optimistischen Szenario bei anhaltend hohen Ölpreisen wäre laut Management sogar ein EBITDA von nahezu 350 Mio. EUR möglich. Zum Vergleich: Der Börsenwert beträgt aktuell 450 Mio. EUR.
Auch der Blick zurück fällt robust aus. Für 2025 berichtete der Konzern ein EBITDA von 132 Mio. EUR, einen Nettogewinn von 29 Mio. EUR und eine Förderung von knapp 14.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Der Umsatz lag bei rund 200 Mio. EUR. Diese Zahlen entstanden in einem deutlich schwächeren Preisumfeld als jenem, das nun die Planung für 2026 prägt – ein Umstand, den das Management als Beleg für die operative Widerstandsfähigkeit interpretiert.
Starke Zahlen, hoher Kapitaleinsatz
Das Geschäftsmodell bleibt typisch für unabhängige Ölproduzenten: hohe Cashflows, aber ebenso hoher Reinvestitionsbedarf. In den vergangenen Jahren flossen zwischen 50 % und 90 % des EBITDA zurück in neue Bohrungen und Infrastruktur. Der nun geplante Investitionssprung ist daher auch eine strategische Wette: Die Deutsche Rohstoff setzt bewusst auf Wachstum in einem günstigen Marktumfeld.
Die Reservebasis liefert dafür das Fundament. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven stiegen 2025 von 54 Mio. auf 79 Mio. Barrel Öläquivalent, ein Plus von 46 %. Auf Basis der aktuellen Förderung entspricht das einer rechnerischen Reservelebensdauer von rund 14 Jahren, mit weiterem Potenzial durch zusätzliche Bohrungen.
Operativ liegt der Fokus klar auf den USA. Das Zentrum bildet der Powder River Basin in Wyoming, wo der Konzern aktuell mehr als 11.000 Barrel Öl pro Tag produziert. Colorado liefert stabile Beiträge, während Ohio als neue Wachstumsregion aufgebaut wird. Die geplanten Bohrungen versprechen hohe Renditen: Im Basisszenario kalkuliert das Unternehmen mit rund 45 % Kapitalrendite, im günstigeren Preisumfeld sogar mit mehr als 100 %.
Almonty als Werttreiber
Fast noch gewichtiger für die Bewertung ist die Beteiligung an Almonty Industries. Nach einem Teilverkauf hält Deutsche Rohstoff weiterhin rund 14 Mio. Aktien, deren Wert aktuell bei etwa 215 Mio. EUR liegt. Bereits rund 100 Mio. EUR wurden durch Verkäufe realisiert.
Damit macht die Beteiligung einen erheblichen Teil des gesamten Unternehmenswertes aus, der sich aktuell auf rund 470 Mio. EUR beläuft. Der Hintergrund: Almonty entwickelt sich mit der Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea zu einem der wichtigsten westlichen Anbieter von Wolfram außerhalb Chinas. Für Deutsche Rohstoff entsteht daraus ein zweites, strategisch geprägtes Standbein neben dem zyklischen Ölgeschäft.
Diese Kombination aus wachsendem Produzenten und wertvoller Beteiligung erhöht die Attraktivität der Aktie, macht die Story aber auch komplexer. Ein erheblicher Teil der Bewertung hängt nicht mehr allein am operativen Ölgeschäft, sondern an der Entwicklung eines externen Rohstoffunternehmens.
Die Risiken bitte nicht übersehen
So überzeugend die Wachstumsstory ist, sie bleibt nicht ohne Risiken. An erster Stelle steht die starke Abhängigkeit vom Ölpreis. Die Renditen der geplanten Bohrprogramme reagieren sensibel auf Preisbewegungen, ein deutlicher Rückgang könnte die Profitabilität schnell schmälern.
Hinzu kommt das operative Risiko des schnellen Hochlaufs. Der Sprung von einem auf drei Bohrgeräte und die massive Ausweitung der Bohraktivität erhöhen die Komplexität. Verzögerungen oder geringere Förderergebnisse könnten die Erwartungen dämpfen. Parallel droht Kosteninflation im US-Ölfeldservice. Steigende Nachfrage nach Equipment und Personal kann die kalkulierten Margen unter Druck setzen. Auch die geografische Konzentration auf wenige Förderregionen, insbesondere Wyoming, erhöht die Abhängigkeit von lokalen Rahmenbedingungen.
Fazit: Die Investmentstory der Deutsche Rohstoff ist klar zyklisch und stark von externen Faktoren abhängig. Ölpreis, operative Umsetzung und Entwicklung der Beteiligungen bleiben die entscheidenden Variablen. Aber das Management liefert seit Jahren einen durchaus überzeugenden Track-Record ab. Im volatilen Rohstoffbereich gehen kleinere Player gerne mal Pleite. Die Deutsche Rohstoff hat aber auch schon so einige Krisen erfolgreich überstanden und sich bewährt. Wer einsteigt sollte unbedingt einen Stoppkurs setzen. Die Volatilität ist und bleibt hoch, ebenso die Chancen.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mio. EUR | 195,00 | 296,00 | 280,00 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 6,03 | 36,96 | 12,48 |
| KGV | 15 | 2 | 7 |
| Dividende je Aktie in EUR | 2,00 | 3,50 | 2,50 |
| Dividendenrendite | 2,20% | 3,85% | 2,75% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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